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Microsoft PowerApps und Flow allgemein verfügbar

Nach einem halben Jahr lassen das Tool zum Erstellen von Geschäftsanwendungen und Flow als Hilfsmittel zur Prozessautomatisierung die Betaphase hinter sich. Zudem soll die Organisation selbstentwickelter Apps nun leichter fallen.

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Microsoft PowerApps und Flow allgemein verfügbar

Microsoft hat die allgemeine Verfügbarkeit seiner Tools PowerApps und Flow bekanntgegeben. Nach Ende der gut sechsmonatigen, offenen Betaphase, sollen die beiden Werkzeuge in Zusammenarbeit mit dem Datenanalysewerkzeug Power BI nicht aus der Softwareentwicklung stammenden Nutzern die Möglichkeit geben, selbst einfache Geschäftsanwendungen zu erstellen und Prozesse zu automatisieren. PowerApps kombiniert ein Cloud-Backend mit Werkzeugen, mit denen sich Apps mittels Vorlagen in Drag-and-drop-Manier bauen lassen.

Ergänzt wird das Angebot durch Programmierschnittstellen für .NET, Node.js, PHP, Python und Java, sodass sich der Funktionsumfang der Anwendungen wohl zusätzlich von Programmierern ausbauen lässt. Sowohl PowerApps als auch Flow lassen sich als eigenständige Dienste nutzen, allerdings sind auch die Zusammenarbeit mit Angeboten wie Office 365 und SharePoint vorgesehen. In letzterem werden die Tools als Nachfolger von InfoPath und SharePoint Designer gehandelt. Support für die 2013er Version dieser Werkzeuge soll jedoch bis 2026 verfügbar sein.

Im Zuge der allgemeinen Freigabe hat das PowerApps-Team auch die Website zum Verwalten der PowerApps überarbeitet. An die Stelle der drei zuvor verfügbaren Berechtigungsstufen treten demnach User und Contributer, wobei erstere die App zwar ausführen können, sie aber nicht bearbeiten und teilen dürfen, und letzteren all diese Optionen offen stehen.

Auf der Apps-Seite sind zudem nun standardmäßig nur die Anwendungen angezeigt, für die der Nutzer Contributor-Status besitzt und beim Anklicken öffnet sich der Editiermodus in PowerApps Studio, statt dass die App ausgeführt wird. Grund ist, dass ihre Betreiber die PowerApps-Website stärker als Plattform für diejenigen etablieren wollen, die Apps erstellen und Appkonsumenten fortan eher über Dynamics 365 bedienen. Anwendungen, bei denen der User-Status aktiv ist, lassen sich weiterhin in der "All Apps"-Sortierung anzeigen. In der Testphase war diese Darstellung allerdings als zu unübersichtlich aufgefallen.

Um Anwendungen besser verwalten zu können, stehen seit kurzem auch sogenannte Environments zur Verfügung. Mit ihnen lassen sich etwa Test- und Entwicklungsversionen von Anwendungen gruppieren oder Berechtigungen nur für bestimmte Teams oder Abteilungen einrichten. Environments sind an Azure AD Tenants geknüpft, sodass nur Nutzer auf sie zugreifen dürfen, die mit der entsprechenden Instanz des Azure Active Directory arbeiten können. Verfügbare Rollen sind Maker, die neue Ressourcen wie Anwendungen, Verbindungen, APIs, Gateways und Flows erstellen können, und Admins, die die Rollen verteilen, Datenbanken provisionieren, Richtlinien etablieren und Ressourcen verwalten dürfen.

Nutzer, die bereits mit der PowerApps-Vorschauversion gearbeitet haben, sollten den Blogeintrag zur Migration ihrer Anwendungen lesen. Durch die Einführung der Environments kann es sonst sein, dass einige Apps demnächst nur noch mit Lesezugriff verfügbar sind. (jul)