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Microsoft SQL Server 2016 soll Analyseszenarien vereinfachen

Die Arbeiten an der aktuellen Version von Microsofts Datenbankverwaltungssystem sind abgeschlossen. Sie trägt unter anderem die Früchte der Revolution-Analytics-Übernahme in sich.

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Microsoft SQL Server 2016 soll Analyseszenarien vereinfachen
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Microsoft hat den SQL Server 2016 veröffentlicht. Größte Neuerung in der aktuellen Hauptversion des Datenbankmanagement-Systems ist die Integration der Programmiersprache R, die durch die Übernahme von Revolution Analytics im April 2015 möglich und im Mai darauf versprochen wurde. Durch diesen Schritt sollen sich Machine-Learning- und Datenanalyseprozesse schneller durchführen lassen, da etwa die Latenz beim Transport der Daten aus der Datenbank in die Applikation wegfällt, wenn die Verarbeitungsschritte direkt in ersterer stattfinden.

Zu den nun in SQL Server enthaltenen Analysewerkzeugen zählt neben Microsoft R Services beispielsweise Polybase, das Anfragen auf in Hadoop oder Azure Blob Storage hinterlegten Daten ausführen kann. Darüber hinaus haben die SQL-Server-Entwickler Sicherheitsfunktionen wie Always Encrypted ergänzt, die es ermöglichen sollen, sensible Daten in einer Client-Anwendung zu verschlüsseln, ohne der Datenbank-Engine die genutzten Schlüssel anvertrauen zu müssen. Ihr Einsatz soll eine Trennung zwischen Dateneigentümer und -verwalter gewährleisten.

Wechselwilligen Oracle-Nutzern bietet Microsoft zudem kostenlose SQL-Server-Lizenzen und Hilfe bei der Migration an. Interessenten benötigen ein SQL Server and Cloud Enrollment und können sich weitere Informationen zusenden lassen, wenn sie ein Formular ausgefüllt haben. Entwickler, die auf die im Frühjahr 2016 angekündigte Linux-Version von SQL Server warten, müssen sich voraussichtlich noch bis 2017 gedulden. (jul)