Menü
Developer

Microsoft frischt Roslyn auf

vorlesen Drucken Kommentare lesen

Microsoft hat eine neue Version seiner Consumer Technology Preview für das Compiler-Projekt Roslyn veröffentlicht. Die Visual-Studio-Erweiterung unterstützt jetzt auch den aktuellen Release Candidate von Visual Studio 2012 und enthält eine umfangreiche Liste neuer Sprach-Features für Visual Basic und C#, außerdem diverse API-Aktualisierungen.

Die Details zur neuen Version stellt Microsoft in seinem Changelog vor, eine Zusammenfassung der wesentlichen Eckpunkte liefert Jason Zander, Corporate Vice President für das Visual-Studio-Team, in seinem Blog. Er weist dabei darauf hin, das Roslyn nicht mit Visual Studio 2012 ausgeliefert werde und vielmehr erst für eine spätere Version der IDE vorgesehen sei. Das aktuelle Release diene daher nur Testzwecken.

Die Microsoft "Roslyn" June 2012 CTP steht ab sofort zum Download zur Verfügung. Aufgrund der zahlreichen API-Änderungen sei dabei eine manuelle Anpassung bestehender, auf Roslyn aufbauender Programme erforderlich, so Zander.

Das Roslyn-Prinzip: Verschiedene Compiler-Funktionen werden über ein API als Service zur Verfügung gestellt.

(Bild: Whitepaper: Roslyn Project Overview )

Microsoft hatte Roslyn erstmals im September 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Idee des Compiler-Projekts ist es, die Visual-Basic- und C#-Compiler nicht mehr als geschlossene Einheiten zu betrachten, sondern einzelne Funktionen über APIs als Service bereitzustellen. Interessant sei die Technik unter anderem für Hersteller von Entwickler-Tools, die Teile des Compilers beispielsweise für Quelltextanalysen, ein automatisches Erzeugen von Programmcode oder Refactorings verwenden können. Die Details der Roslyn-Architektur hat Microsoft in einem Whitepaper zusammengestellt. (rl)