Microsoft legt Visual Studio Code 1.45 samt neuer Python Extension vor

Während bereits das Mai-Update der Python Extension for VS Code vorliegt, verspricht das April-Release des Sourcecode-Editors engere Integration mit GitHub.

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(Bild: donatas1205 / Shutterstock.com)

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Das bei Microsoft für den Sourcecode-Editor verantwortliche Entwicklerteam hat Version 1.45 von Visual Studio Code vorgelegt. Nachdem beim vorangegangenen Update ein Fokus auf verbesserter Barrierefreiheit lag, stehen im April-Release unter anderem eine engere Integration mit GitHub, remote Development, schnelleres Syntax-Highlighting und individuelle Farbgebung für Semantik-Tokens auf der Liste der Neuerungen. Nahezu zeitglich mit Version 1.45 des Sourcecode-Editors ist bereits das Mai-Update der Python Extension for Visual Studio Code erschienen.

Um Entwicklern die Versionskontrolle über GitHub zu erleichtern, bietet VS Code nun eine automatische Authentifizierung gegenüber GitHub Repositorys. Eine zusätzliche Credentials-Verwaltung im System ist nicht mehr erforderlich beim Zugriff (clone, pull, push) auf öffentliche wie auch private Repos. Auch beim Aufruf von Git-Befehlen im integrierten Terminal erfolgt die Authentifizierung mit den GitHub-Account-Daten automatisch. Bei Bedarf lässt sich die automatische Authentifizierung aber mit git.githubAuthentication beziehungsweise git.terminalAuthentication deaktivieren.

Die vor rund einem Jahr eingeführte Erweiterung GitHub Pull Requests, die Entwicklern das Verwalten und Überprüfen von PRs direkt in VS Code ermöglicht, erhält im April-Release nicht nur den neuen Namen GitHub Pull Requests and Issues, sondern versteht sich nun auch auf die Behandlung von GitHub Issues. Für die Arbeit mit Issues steht Entwicklern dadurch unter anderem eine Action parat, die einen Zweig erzeugt und die Commit-Nachricht ausfüllt. Eine Issue-Ansicht erlaubt individuelle Abfragen, und die Extension bietet inline Vervollständigungsvorschläge für Issues und User. Detaillierte Informationen zur Integration von Issues bietet ein separater Blogbeitrag.

Die Einstellung editor.semanticTokenColorCustomizations ermöglicht es VS-Code-Anwendern künftig, die Standardregeln für Themes zu überschreiben und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Die konfigurierbare Semantik-Farbgestaltung ist derzeit für TypeScript und JavaScript verfügbar, an der Unterstützung von Java und C++ wird noch gearbeitet. Optimiert hat das Entwicklerteam darüber hinaus das auf der Interpretation von Text Mate Grammars basierende Syntax-Highlighting im Editor, das in der neuen Version bis um den Faktor 3 schneller arbeiten soll. Dazu wurden ein dediziertes Web Assembly Binding neu geschrieben und die zum Auswerten der regulären Ausdrücke benötigten Oniguruma Regular Expression Librarys angepasst.

Weitere Neuerungen in Visual Studio Code 1.45 betreffen beispielsweise die Extension für das Remote Development, die nun konkrete Vorschläge beim Anlegen neuer Container-Konfigurationen bietet und die auf WSL 2 basierende Engine von Docker Desktop for Windows unterstützt. Fortschritte meldet das Team außerdem beim neuen noch in Arbeit befindlichen JavaScript Debugger, der nun die Auto-Attach-Funktion von VS Code besser integriert und Profiling unterstützt. Mehr Informationen zu den Verbesserungen sowie einen Überblick sämtlicher Neuheiten im April-Release des Sourcecode-Editors bietet der Blogbeitrag zur Veröffentlichung.

Das für die Python Extension for Visual Studio Code zuständige Entwicklerteam hat zeitgleich mit der Veröffentlichung von VS Code 1.45 bereits das Mai-Update vorgelegt. Laut Ankündigung wurden darin 42 Issues abgearbeitet und eine neue Option zum leichteren Einbinden eines Python Interpreters ergänzt. Um den Interpreter auszuwählen oder zu einem anderen zu wechseln, lässt sich mit der Extension nun das Dateisystem durchsuchen oder die Pfadangabe direkt eingeben. Die vollständige Liste aller Änderungen findet sich im Change Log. (map)