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Microsoft öffnet HTML5-Spielwiese

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Viele Teile von HTML5 befinden sich noch in der Diskussion, etwa die Vorschläge zur lokalen Datenspeicherung und zu bidirektionalen Verbindungen zwischen Browser und Webserver. Microsoft hat jetzt ein Labor geöffnet, in dem es Prototypen solcher unfertigen Standardteile vorstellt. Das soll "helfen, sachkundige Diskussionen mit Entwicklern zu führen und mehr Erfahrung bei der Umsetzung von Spezifikationsentwürfen bringen", sodass Entwickler mit frühen und unvollständigen W3C-Spezifikationen experimentieren können. Umgesetzt sind die Prototypen in speziellen Versionen des Internet Explorer 9, die auf der Website heruntergeladen werden können.

Als erste Beispiele liegen Implementierungen von IndexedDB und WebSockets vor. IndexedDB soll die Verwaltung großer Mengen strukturierter Informationen im Browser ermöglichen. Der W3C-Entwurf sieht einen Schlüssel-Wert-Speicher vor, bei dem die Schlüssel einfache Datentypen (DOMString, long, float, Date) und die Werte komplexe Objekte sein können. Für die Verwaltung und das Suchen stehen synchrone und asynchrone Verfahren zur Verfügung. IndexedDB könnte den ursprünglichen W3C-Vorschlag WebSQL zum Speichern strukturierter Daten ersetzen, dessen Entwicklung im November eingestellt wurde.

Auch die Spezifikation von WebSockets, die eine dauerhafte bidirektionale Verbindung zwischen Browser und Webserver schaffen sollen, ist noch im Fluss. So haben Firefox und Opera kürzlich ihre Implementierung wegen offener Sicherheitsfragen wieder deaktiviert. Microsoft bietet in seinem HTML5-Lab nun einen Prototyp des IE9 an, der Websockets samt dem kürzlich vorgeschlagenen Upgrade+Hello-Handshake implementiert. (ck)