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Microsoft öffnet seinen DirectX Shader Compiler

Der DirectX HLSL Compiler ist das neueste Projekt, das Microsoft als Open-Source-Software freigibt. Er basiert auf LLVM beziehungsweise Clang.

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Als nächstes Projekt, das nun Open Source ist, hat Microsoft den DirectX HLSL Compiler (High Level Shading Language) geöffnet. Er findet sich nun unter der MIT License auf der Hosting-Plattform GitHub. Der Shader Compiler folgt auf zahlreiche weitere Softwareentwicklungsprojekte, die der Konzern aus Redmond als Open-Source-Software freigegeben hat, nachdem er beschlossen hatte, das .NET Framework und viele andere Softwareprojekte zu öffnen beziehungsweise insgesamt sich als Förderer quelloffener Software zu betätigen.

Der Shader Compiler basiert nun auf der Compiler-Infrastruktur LLVM beziehungsweise deren Clang-Compiler-Frontend. Er gibt DXIL, ein neues binäres Shader-Format, aus und unterstützt HLSL-Programme nach Shader Model 6 (SM6). Außerdem wird der Compiler Teil von Microsofts Windows SDK sein. Das DXIL-Format lässt sich in Windows 10 seit dem Mitte Januar veröffentlichten Insider Build 15007 nutzen.

HLSL ist seit 2002 die maßgebliche Programmiersprache, um Shader-Bausteine für DirectX zu programmieren. Während der Fokus der neuen Compiler-Codebasis auf Punkten wie Konsistenz und Skalierung lag, gibt es mit den sogenannten Wave Intrinsics auch ein neues GPU-Programmiermodell in HLSL. Diese neuen Routinen helfen Entwicklern, Shader zu schreiben, die die SIMD-Architektur (Single Instruction, Multiple Data) von GPU-Prozessoren explizit nutzen, um die Performance für beispielsweise bei Geometrie-Culling, Lighting und I/O eingesetzten Algorithmen zu verbessern. (ane)