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Microsoft schiebt Azure DevOps Server 2019 nach

Ein Cloud-Angebot unter der neuen Marke "Azure DevOps" gab es schon seit September 2018. Nun folgt ein Nachfolger des Team Foundation Server.

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Azure DevOps ist fertig

Nach der Einführung von Azure DevOps als Nachfolger der Visual Studio Team Services (VSTS) im September 2018 stellt Microsoft nun den Azure DevOps Server 2019 vor. Er ist der Nachfolger des Team Foundation Server (TFS), Microsofts Software für kollaborative Softwareprojekte, und bringt somit die Funktionen des im Spätsommer vorgestellten Cloud-Dienstes in die eigene Unternehmensinfrastruktur beziehungsweise ins eigene Rechenzentrum.

Azure DevOps Server 2019 umfasst die gleichen Komponenten wie der Cloud-Dienst: Mit den Azure Boards gibt es ein Projekt- und Aufgabenmanagement mit verschiedenen Vorlagen, die Azure Repos sind eine Quellcodeverwaltung mit unter anderem Git. Die sogenannten Azure Pipelines sind Build- und Release-Verarbeitungs-Pipelines für Continuous Integration und Continuous Delivery, und die Azure Test Plans kümmern sich – nicht verwunderlich – um den Bereich Testing. Mit den "Azure Artifacts" bekommen Entwickler schließlich Hilfe beim Paket-Management und Deployment einer Anwendung.

Diese Tools unterstützen gängige Programmiersprachen, Plattformen (einschließlich macOS, Linux und Windows) oder Cloud sowie lokale Umgebungen. Wie beim TFS steuern Entwickler oder Administratoren, wo die Azure DevOps Server installiert und wann Updates vorgenommen werden sollen. Hier kann man sich wohl auch mit den Azure DevOps Services helfen lassen.

Als Highlights werden einige Neuerungen ausgemacht, auf die der Blog zur Ankündigung kurz eingeht. Hier ist von einer neuen Navigation die Rede, mit der Anwender einfach zwischen den Diensten navigieren können. Vollmundig wird sie als umfassendste Überarbeitung der Benutzeroberfläche seit mehreren Jahren beschrieben. Dann wurden die Azure Pipelines wurde überarbeitet, einschließlich neuer Build- und Release-Pages und Unterstützung für YAML-Builds.

Auf die neue Oberfläche werden sich langjährige TFS-Nutzer einstellen müssen

(Bild: Microsoft)

Zusätzlich zur bestehenden Integration zwischen GitHub Enterprise und Azure Pipelines ermöglicht Azure DevOps Server die Integration von GitHub Enterprise Commits und Pull Requests mit Work Items in Azure Boards. Unternehmen, die den Server auf ihren eigenen virtuellen Maschinen auf Azure hosten möchten, können die Azure-SQL-Datenbank verwenden, statt ihre eigenen SQL-Server-VMs zu verwalten.

Für den Umstieg und aufgrund der vielen Änderungen ist der Blick in die Release Notes sicherlich wertvoll, genauso weist Microsoft auf möglicherweise geänderte Systemvoraussetzungen hin.

Azure DevOps Server 2019 ist ein Serverprodukt, aber Microsoft berechnet trotzdem monatlich die Nutzung der damit verbundenen Azure-Dienste. Es gibt ein Service-Level-Agreement, das eine 99,9-prozentige Verfügbarkeit verspricht, wenn man den "Paid Azure Test Plans Load Testing Service" gebucht hat.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)