Menü
Developer

Microsoft stellt Preview der Windows UI Library vor

Die Preview-Version der kommenden Windows UI Library zeigt Entwicklern neue und erweiterte Möglichkeiten bei der Erstellung von UWP-Apps für Windows 10.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen
Microsoft stellt Preview der Windows UI Library vor

Mit den letzten beiden Versionen 1709 und 1803 von Windows 10 präsentierten sich mehr Bereiche des Betriebssystem im sogenannten Fluent Design, das auch in den UWP-Apps (Universal WIndows App) von Windows 10 zu finden ist. In einem kurzen Blogeintrag hat nun Jesse Bishop, Senior Program Manager im Windows Developer Team, die Verfügbarkeit eines ersten Preview-Releases der Windows UI Library (WinUI) bekanntgegeben, die Entwicklern unter anderem die Arbeit mit dieser neuen Designsprache erleichtern soll.

Grundsätzlich handelt es sich bei der WinUI um ein Set von NuGet-Paketen, das Elemente für die Benutzerschnittstelle wie Controls für UWP-Apps bereitstellt. Ein großer Vorteil dieser Bibliothek besteht laut Microsoft darin, dass sie auch die Rückwärtskompatibilität zu früheren Windows-10-Versionen mitbringt. Entwickler sollen mit ihrer Hilfe UWP-Apps schreiben können, die auch dann von den Nutzern eingesetzt werden können, wenn sie nicht mit der aktuellsten Windows-10-Version arbeiten. Die Spanne der abgedeckten Windows-10-Versionen reicht dabei vom Anniversary Update (Version 1607) bis zu den aktuellen Insider-Releases.

Im Blogeintrag werden die Vorteile für Entwickler von UWP-XAML-Apps hervorgehoben, die sich ihnen mit dem Einsatz dieser NuGet-Pakete bieten. Sie können durch die Rückwärtskompatibilität sofort Apps mit neuen Features entwickeln und ausliefern, ohne dass sie dazu darauf warten müssen, dass alle Anwender die jeweils aktuelle Windows-10-Version einsetzen. Auf diese Weise können sie beispielsweise sofort Erfahrung mit dem Einsatz der neuen Elemente des Fluent Design sammeln.

Zudem haben Entwickler beim Einsatz der neuen WinUI die Möglichkeit, Änderungen an der Benutzeroberfläche in Abhängigkeit von den Windows-10-Versionen durchzuführen (Version Adaptive Apps). Das Microsoft Developer gibt Entwicklern, die mit der XAML-Plattform arbeiten, den Hinweis, dass in WinUI nicht der komplette Umfang dieser Plattform zur Verfügung steht. Aber Microsoft betont auch, dass Überlegungen bestehen, weitere Teile dieser Plattform in die WinUI-Pakete mit hineinzubringen. Auch eine Open-Source-Version, die dann auf GitHub bereitstehen soll, ist in der Planung.

Ein endgültiges Release der WinUI wird dann neben den standardmäßigen SDKs für Windows 10 bereitstehen. Entwickler, die schon einmal mit dem Preview-Release arbeiten wollen, finden auf einer Webseite in Microsofts DevCenter die entsprechenden Links und die Dokumentation. Zum Start benötigen sie nur ein installiertes Windows 10 SDK, sollten dabei aber aus Performance-Gründen das Windows 10 April 2018 Update oder eine neuere Version verwenden. (fms)