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Microsoft stellt Verschlüsselungsbibliothek SEAL für .NET zur Verfügung

Die in C++ geschriebene Bibliothek zur homomorphen Verschlüsselung soll nun auch in .NET-Anwendungen zum Einsatz kommen können.

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(Bild: dpa, Michel Euler/AP)

Microsoft hat die Verfügbarkeit seiner homomorphen Verschlüsselungsbibliothek SEAL (Simple Encrypted Arithmetic Library) für .NET-Anwendungen bekanntgegeben. Genauer gesagt handelt es sich bei der .NET-Version um eine Wrapper-Bibliothek, die die Funktionen von SEAL in .NET-Applikationen verfügbar machen soll. SEAL ist eine in C++ geschriebene Library, die die homomorphe Verschlüsselung von Daten ermöglicht.

Eine homomorphe Verschlüsselung erlaubt das Rechnen mit verschlüsselten Daten. Während bei einer herkömmlichen Verschlüsselung die Daten zwar beim Transport und beim Speichern verschlüsselt sind, ermöglicht eine homomorphe Verschlüsselung ebenfalls die Weiterverarbeitung der Daten im verschlüsselten Zustand – dies geschieht ansonsten im Klartext. Besonders im Bereich Cloud-Computing spielt das Prinzip eine wichtige Rolle, da sie für einen besseren Datenschutz sorgen soll. Die Daten können in der Cloud verarbeitet werden, ohne dass der Cloud-Anbieter selbst deren Inhalt kennt.

SEAL verzichtet dabei auf externe Abhängigkeieten, sodass die Bibliothek in einer Vielzahl an Szenarien zum Einsatz kommen kann. Laut Microsoft setzen bereits viele Sicherheit- und Privacy-Profis die Bibliothek im akdemischen und Industriebereich ein. Um .NET-Entwicklern einen einfachen Einstieg zu gewährleisten, hat Microsoft ein ausführliches Beispiel mit verschiedenen Use Cases zur Verfügung gestellt.

Das gesamte Projekt befindet sich auf GitHub. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, ist mit der offiziellen Dokumentation gut beraten. (bbo)