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Microsoft unterstützt W3C-Arbeitsgruppe für Webfonts

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Microsoft wird sich an der Spezifizierung des Web Open Font Format (WOFF) beteiligen, die eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortium (W3C) realisieren soll. Weitere in dem Gremium zu findende Parteien sind die Browser-Hersteller Mozilla Foundation und Opera Software. Was nicht überraschend sein dürfte, da diese schon bei vielen Bemühungen für offene Webstandards dabei sind.

Die Beteiligung Microsofts ist wohl als ein weiteres Signal für eine aufrichtig gemeinte Standardisierungspolitik der Redmonder bei Webtechniken anzusehen. Im Januar hatte der Leiter der Entwicklung von Microsofts Internet Explorer angekündigt, dass die Firma sich an der Entwicklung des Vektorgrafikformats SVG (Scalable Vector Graphics) beteilige. Das mündete in der deutlich erkennbaren SVG-Unterstützung der Mitte März vorgestellten ersten Preview des Internet Explorer 9. Der Konzern hatte zuvor zwei eigene Grafikformate für das Web entwickelt: den SVG-Vorläufer VML (Vector Markup Language) und XAML (Extensible Application Markup Language).

Das Web Open Font Format (WOFF) war vergangenen Herbst unter anderem von Mozilla-Entwicklern vorgestellt worden. Es ähnelt TrueType, OpenType und dessen Nachfolger Open Font Format, ergänzt es aber durch einen Header mit Metadaten zum Urheber und zur Lizenz, weswegen man ein DRM-System nicht benötigt. Außerdem sind WOFF-Dateien komprimiert und dadurch kleiner im Download. Die Einbindung geschieht wie bei TTF und OTF über Stylesheets und ist nur auf dem gleichen Server zulässig.

Die Beteiligten wollen Webfonts auf Basis des zu spezifierenden WOFF File Format 1.0 standardisieren. Mit der breiten Unterstützung des Formats ist zu rechnen, wie einer im Mozilla-Blog veröffentlichten Liste zu entnehmen ist. Die WOFF-Arbeitsgruppe geht von der Annahme aus, dass sich WOFF durch das große Interesse der Browserhersteller und Tool-Anbieter im Umfeld schon bald als einziges vollständig kompatibles Format durchsetzen wird.

(ane)