Microsofts Azure-Dienste sollen das Internet der Dinge antreiben

Im Rahmen der Microsoft-Konferenz Convergence hat CEO Satya Nadella ein für das Internet der Dinge geplantes Angebot vorgestellt. Die Azure IoT Suite soll Azures Dienste für entsprechende Anwendungen nutzbar machen.

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Microsoft kündigt Azure IoT Suite an
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Microsoft hat eine Azure IoT Suite für Entwickler angekündigt. Einige der für die Sammlung geplanten Dienste für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) lassen sich bereits nutzen, eine Vorschau für die gesamte Suite will das Unternehmen allerdings erst im weiteren Verlauf des Jahres zugänglich machen.

Zu den IoT-Diensten zählen unter anderem Azure Event Hubs zum Aufnehmen und Speichern von Daten aus Sensoren und ähnlichen Quellen, das NoSQL-Database-as-a-Service-Angebot Azure DocumentDB und Azure Stream Analytics zur Verarbeitung von Datenströmen. Darüber hinaus sind Notification Hubs, eine Machine-Learning-Komponente, die Hadoop-Distribution HDInsight und das Analyse-Tool Microsoft Power BI Teil der in diesem Rahmen angebotenen Services. Als Beispiel für Einsatzgebiete zählt die Website der IoT Services unter anderem ein Projekt auf, bei dem Sensordaten von Fahrstühlen über die Cloud gesammelt und mit nachgestellten Analyseprozessen und unter Verwendung von Machine-Learning-Algorithmen als Grundlage für Wartungsmaßnahmen genutzt werden.

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Im Moment versucht Microsoft scheinbar verstärkt, im Bereich des Internet der Dinge Fuß zu fassen und sich Entwickler zu sichern. Darauf lässt auch die Bekanntmachung schließen, dass das kommende Betriebssystem Windows 10 in kostenlosen Versionen für IoT-Geräte zur Verfügung stehen soll. Laut eigenen Angaben will das Unternehmen mit offenen, skalierbaren Plattformen und Diensten anderen dabei helfen, sich in der Welt des IoT zurechtzufinden und mit den dort vorhandenen Konzepten neue Werte zu generieren.

Einen ersten Schritt in diese Richtung hatte man wohl im letzten Jahr schon durch eine Preview des Azure Intelligent Systems Service getan. Er sollte dazu dienen, von Sensoren und Geräten generierte Daten verwalten und erfassen zu können. Die geplante Suite soll als Weiterentwicklung verstanden werden und als in Azure integriertes Angebot dessen Fähigkeiten nutzen, Geräte und Ähnliches verknüpfen, Daten abzugreifen, ihren Strom zu kontrollieren und sie so zu analysieren und aufzubereiten zu können, dass sie sich für die Weiterverarbeitung durch den Menschen oder für automatisierte Aufgaben eignen. Neben fertigen Komponenten für verbreitete Aufgaben wie Monitoring oder Asset Management soll es auch die Möglichkeit geben, das Angebot den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen. (jul)

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