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Microsofts JavaScript-Alternative TypeScript 1.0 ist fertig

Microsoft lädt Entwickler mit Version 1 der Programmiersprache TypeScript ein, an der Optimierung mitzuwirken. Die JavaScript-Alternative zielt auf große Anwendungen, bei denen JavaScript-Code schnell unüberschaubar wird und zu hohen Wartungskosten führt.

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Windows und Windows Phone auf Microsofts Build 2014

Microsoft hat auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2014 einiges an Neuerungen zu Windows 8.1 und Windows Phone vom Stapel gelassen - immer unter der Prämisse, endlich auch im Tabet- und Smartphone-Bereich besser dazustehen.

Microsoft hat die Version 1.0 seiner JavaScript-Alternative TypeScript für die interessierte Entwicklergemeinde freigegeben. Die Version 1.0 von TypeScript liefert Microsoft im Rahmen von Visual Studio 2013 Update 2, dem neuesten Stand von Microsofts Entwicklungsumgebung, und als Add-on für Visual Studio 2012 aus. Ebenso gibt es ein Node.js-Package und den Zugang zu dem unter der Apache-Lizenz stehenden Quellcode. Microsoft zielt mit seiner JavaScript-Alternative insbesondere auf große Anwendungen, bei denen JavaScript-Code schnell unüberschaubar wird und zu hohen Wartungskosten führt.

TypeScript bietet im Gegensatz zum aktuellen JavaScript-Standard ein statisches Typsystem, Klassen, Schnittstellen, Vererbung für Klassen und Schnittstellen, Module und Lambda-Ausdrücke. TypeScript-Code wird durch den Compiler tsc.exe in JavaScript verwandelt und daher in jedem JavaScript-fähigen Host (Webbrowser, Node.js usw.) lauffähig.

Gleichzeitig ist TypeScript eine Übermenge über JavaScript, sodass – mit kleinen Ausnahmen – jede JavaScript-Befehlsfolge auch gültiger TypeScript-Code ist. Bestehende JavaScript-Bibliotheken lassen sich deshalb wiederverwenden. Sofern eine sogenannte Typings-Datei für die JavaScript-Bibliotheken vorliegt, bieten TypeScript-Editoren für diese Bibliothek die gleiche Eingabeunterstützung wie für TypeScript-Programmcode.

Jonathan Turner gibt im Rahmen der Veröffentlichung der Version 1.0 bekannt, dass Microsoft nun auch Beiträge zur Sprache von externen Entwicklern annehmen werde. Allerdings wolle man sich zunächst auf Fehlerbeseitigungen und Verbesserungsvorschläge der Dokumentation beschränken. Neue Sprachfeatures will man kurzfristig noch nicht aus der Entwicklergemeinde aufnehmen.

Auf der BUILD-Konferenz wurde der Sprachumfang von ihrem maßgeblichen Schöpfer Anders Hejlsberg vorgestellt, der schon als Erfinder von C# sich einen Namen gemacht hatte. Die Aufzeichnung seines einstündigen Vortrags ist bei Channel 9 verfügbar. (Holger Schwichtenberg) / (ane)