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Millionen Apps könnten bald aus dem Google Play Store verschwinden

Google fordert die den Play Store nutzende App-Entwickler dazu auf, eventuell fehlende Datenschutzerklärungen nachzuschieben. Andernfalls werden die Apps wohl aus dem Marktplatz entfernt

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Millionen Apps könnten bald aus dem Google Play Store verschwinden

Entwickler von Android-Applikationen bekommen derzeit Post von Google: Der Play Store fordert sie unter Androhung, ihre App zu entfernen, dazu auf, eine Privacy Policy für ihre Produkte zu hinterlegen.

Der einfachste Weg zur Befriedigung des Konzerns ist eben die Formulierung einer solchen Datenschutzerklärung: Wer keinen Rechtsbeistand im Haus hat, kann sich von der Konkurrenz oder Kollegen inspirieren lassen und die Resultate im Backend hochladen.

Jedoch sind nicht alle Applikationen von dieser Änderung betroffen. Google spricht in den E-Mails an die Entwickler von "Personal and Sensitive Information", ohne diese aber näher zu spezifizieren. Klar ist, dass die Analyse von Apps beziehungsweise Spielen anhand der im Manifest deklarierten Permissions erfolgt: Entwickler müssen in diesem Zusammenhang darauf achten, dass viele Bibliotheken eigene Genehmigungen anfordern.

Eine dedizierte Anfrage eines Entwicklers an Google brachte keine Liste der zur Anforderung einer Datenschutzerklärung führenden Genehmigung. Stattdessen sprach ein Play-Store-Mitarbeiter auf Stack Overflow von einer Gruppe von “empfindlichen Funktionen”, die übrigens auch Hardwaresensoren umfasst:

"If your app requests user data or makes sensitive permissions requests such as Phone, Accounts, Contacts, Camera, or Microphone, ..."

Wenn Entwickler auf die von Google versendeten Nachrichten nicht bis zum 15. März reagieren, verschwinden die Apps aus dem Store: eine angemessene Vorgehensweise, da das Erstellen einer Datenschutzerklärung nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch nimmt.

Dieser aus Entwicklersicht nicht unbedingt unbefriedigende Vorgang dürfte primär für Endanwender lästig sein, die ihre vertrauten Apps möglicherweise nach einem Telefonwechsel nicht mehr herunterladen können: Als Lösung bietet sich das Erstellen einer APK-Datei mit einem Dateimanager an, die sich später von Hand installieren lässt.

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(Tam Hanna) / (ane)