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Mit Visual Studio für Android entwickeln

Aus Microsofts Entwicklungsumgebung heraus lässt sich nun mit JavaScript, C# und auch C++ für Googles mobiles Betriebssystem entwickeln. Zentral ist hier auch ein Visual Studio integrierter Emulator.

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In der letzte Woche freigegebenen Preview von Visual Studio 2015 hat Microsoft erstmals auch die Möglichkeit eingebaut, mit C++ für Android zu entwickeln. Darüber hinaus finden Entwickler nun einen Emulator zum Testen für ihre mit der Entwicklungsumgebung gebauten Android-Applikationen. Der Schritt ist insofern bemerkenswert, da er untermauert, dass Microsoft nicht mehr allein die die eigenen Plattformen nutzende Klientel anspricht.

Einen eigenen Emulator aufzusetzen ergebe laut Microsoft Sinn, da viele Entwickler die bestehenden Emulatoren als zu langsam erachten würden. Außerdem würden viele Emulatoren verlangen, Hyper-V zu deaktivieren oder sie würden nicht gut mit Microsofts Virtualisierungstechnik zusammenarbeiten. Natürlich sieht Microsoft auch Stärken in dem mit Visual Studio integrierten Ansatz, wodurch Entwickler nicht die Entwicklungsumgebung wechseln müssen. Womöglich lassen sich dadurch sogar Kosten sparen.

Zusätzlich weist Microsoft-Entwickler Daniel Moth auf Szenarien hin, bei denen das Testen auf einem "echten" Gerät unumgänglich bleiben sollte , etwa bei Performancebelangen, hardwaretypischen Besonderheiten oder speziellen, nur im wirklichen Leben nachzustellenden Situationen. Für alle anderen Fälle, die laut Moth immerhin 80 Prozent des Editier-, Kompilier- und -Debugging-Zyklus ausmachen würden, könne ein Emulator helfen, beispielsweise bei der Suche nach nicht performancerelevanten Fehlern, dem Abstimmen auf unterschiedliche Gerätetypen und dem Überprüfen der Sensoren.

Mit der Visual Studio 2015 Preview lassen sich folgende Programmierplattformen unterstützen: JavaScript beziehungsweise TypeScript mit Apache Cordova, C++ oder C# über die Xamarin-Tools. Mit dem Emulator können derzeit zwei Android-Gerätetypen angesprochen werden: 5-Zoll-Smartphones mit einer Auflösung von 720 x 1280 Pixel und 7-Zoll-Tablets mit einer mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Pixel. Zu diesem frühen Zeitpunkt bleibt es nicht aus, dass noch nicht alles rund läuft: So wird unter anderem OpenGL 2.0 noch nicht unterstützt. Auch kann man zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur Geräte mit API-Level 19 bedienen, hierin will Microsoft aber nacharbeiten. Außerdem muss Hyper-V auf der Entwicklermaschine installiert sein. (ane)