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Mobilentwicklung: App-Marktanalyse sieht Abkehr von klassischen Verkäufen

Die alljährliche Marktanalyse von App Annie sieht einen deutlichen Trend zum Abo statt Einmalkauf und das größte Wachstum in Schwellenländer.

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(Bild: Antonio Guillem/Shutterstock.com)

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App Annie hat die jährliche Marktanalyse für mobile Apps veröffentlicht. Im Schnitt verbringen demnach Anwender 3 Stunden und 40 Minuten pro Tag mit ihren Smartphones. Diese Werte entstehen naturgemäß in sogenannten Mobile-First-Märkten, in denen der meist genutzte Computer das Telefon ist und den Löwenanteil der Aufmerksamkeit erhält. Steigende Downloadzahlen findet man allerdings fast nur noch in Schwellenländern, während etablierte Märkte kaum wachsen.

Spiele haben klassische Applikationen aus dem Fokus der Einnahmengenerierung verdrängt. Sie kommen auf 72 Prozent des gesamten Umsatzes, während 28 Prozent durch Abonnements in Applikationen entstehen, also nicht durch Einzelverkäufe. Werbung in Apps bleibt ebenfalls populär: Für 2020 prognostiziert der Report ein Wachstum von 26 Prozent, und das Gesamtmarktvolumen liegt bei 240 Milliarden US-Dollar.

Klassische Verkäufe spielen bei mobilen Apps kaum mehr eine Rolle.

(Bild: App Annie)

Als besonders interessante Applikationsarten listet App Annie diesmal FinTech-, Shopping- und disruptive Programme. Ridesharing-Apps erfreuen sich in Brasilien und Japan immenser Wachstumsraten, während Programme für Restaurant- und Essensbestellungen in Indien, Brasilien und den USA beliebt sind.

Mobile Games haben im Vergleich zu Konsolen- und PC-Spielen den Ruf, oberflächlich zu sein. Die aktuellen Zahlen weisen dagegen in die entgegengesetzte Richtung: 76 Prozent des Umsatzes entfällt mittlerweile auf RPGs, Strategie- und Actionspiele, die das Unternehmen als “mit hohem Tiefgang ausgestattet” bezeichnet.

Der Verkauf von Applikationen beziehungsweise Abonnements ist allerdings nicht der einzige Weg, um als Entwickler einer App Einnahmen zu generieren. Börsengänge im Technikbereich bringen laut App Annie statistisch 6,5 Mal mehr ein, wenn das Produkt “mobile first” ist.

Investoren l(i)eben Mobile First.

Der Report bringt für Entwickler zwei Botschaften mit: Über den klassischen Verkauf von Apps gegen Einmalzahlung lässt sich nur in wenigen Nischen Geld verdienen, und wer sich nicht von Anfang an Gedanken um Lokalisierung macht, erleidet Schiffbruch – Englisch und Deutsch alleine reichen für die mobilen Wachstumsmärkte nicht aus.

Der vollständige Report lässt sich nach Registrierung von der App-Annie-Site herunterladen. (Tam Hanna) / (rme)