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Modulare Zukunft mit vert.x 2.0

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Das ereignisgetriebene Framework zur Programmierung asynchroner, skalierbarer und nebenläufiger Anwendungen vert.x ist in Version 2.0 erschienen. Es wird unter ähnlichen Voraussetzungen wie Node.js ins Rennen geschickt. Im Gegensatz zum JavaScript-Framework verwendet es aber die Java Virtual Machine (JVM) als Laufzeitumgebung. Dadurch ist es möglich, vert.x über spezielle Programmierschnittstellen beispielsweise in Java-, Ruby-, Groovy-Applikationen zu verwenden. Die Unterstützung für Scala und Clojure ist hingegen noch im Fluss.

Den großen Versionssprung rechtfertigen offenbar zahlreiche neue Features, etliche Arbeiten am Verhalten, vor allem aber die Bestrebungen, die Komponenten von vert.x modular bereitzustellen, wodurch die Entwickler den Kern des Frameworks schlank halten wollen. Das ist unter anderem daran zu verdeutlichen, dass jegliche Programmiersprachenunterstützung in Modulen ausgelagert, die Entwickler je nach Bedarf zum Java-Kern hinzufügen können.

Darüber hinaus weist Chefentwickler Tim Fox auf andere Neuerungen wie ein effizienteres Klassenlademodell, die Unterstützung sowohl blockierender als auch nichtblockierender Programme (sog. Verticles) sowie die Möglichkeit hin, Module zu registrieren, wodurch sie eine größere Sichtbarkeit unter vert.x-Anwendern erhalten können.

Derzeit gibt es Bestrebungen, das Framework in die Eclipse Foundation einzubringen. Der anvisierte Wechsel zu dieser Open-Source-Institution kam infolge einer Auseinandersetzung zu Anfang des Jahres auf, als Fox von VMware zu Red Hat wechselte und infolgedessen die Markenrechtslage für einen Moment unklar war, bis sich die Parteien einigen konnten.

Siehe dazu auch:

  • Eberhard Wolff; Alles wird anders; vert.x: asynchrones und Event-getriebenes Java-Webframework; Artikel auf heise Developer

(ane)