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MongoDB 4.0 bietet erweiterte ACID-Unterstützung

Die NoSQL-Datenbank beherrscht in der freigegebenen Version 4.0 auch dokumenten- und kollektionenübergreifende ACID-Transaktionen.

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NoSQL: MongoDB 3.6 bringt mehr Flexibilität

Im Rahmen der Hauskonferenz MongoDB World 2018 hat das Unternehmen MongoDB Version 4.0 der gleichnamigen NoSQL-Datenbank veröffentlicht. Die Serverless-Plattform MongoDB Stitch hat ebenfalls den Status der General Availability (GA) erreicht. Neu im Portfolio des Unternehmens sind darüber hinaus MongoDB Mobile sowie der MongoDB Kubernetes Operator, die beide als Betaversionen angekündigt wurden.

Atomicity, Consistency, Isolation und Durability (ACID) sind für MongoDB-Anwender zwar nicht neu, mit Version 4.0 der NoSQL-Datenbank stehen nun aber auch dokumenten- und kollektionenübergreifende ACID-Transaktionen offiziell zur Verfügung. Entwickler können die von relationalen Datenbanken gewohnten Transaktionen nutzen, um auch in MongoDB eine einfachere Applikationslogik für komplexe Anwendungen mit ACID-Garantien abzusichern. Die MongoDB-Macher versichern darüber hinaus, dass die nach Bedarf zuschaltbaren Transaktionen keine leistungsmindernden Auswirkungen auf andere, gleichzeitig stattfindende Workloads ohne ACID haben.

Roadmap der Transaktionsintegration in MongoDB.

(Bild: MongoDB)

Mit dem offiziellen Start der neuen Serverless-Plattform MongoDB Stitch sollen Entwickler Mobile- und Web-Applikationen noch schneller erstellen können – bei gleichzeitig reduzierten operativen Kosten. Dafür stellt Stitch eine Reihe von Diensten parat. Die Regel-Engine von Stitch QueryAnywhere verschafft einerseits Entwicklern vollständigen Zugriff auf das Document Model von MongoDB und gibt anderseits Anwendern die Möglichkeit, Security Policies für Applikationen im Detail zu konfigurieren. Stitch Functions erlauben den Einsatz von JavaScript-Funktionen, um APIs zu entwickeln und Microservices zu integrieren. Auch die Anbindung von Cloud-Diensten wie beispielsweise Slack oder Twilio lässt sich damit umsetzen.

Einen Schritt in Richtung Edge Computing vollzieht der Datenbankanbieter mit der Ankündigung von MongoDB Mobile. Die für IoT-Geräte sowie Clients mit iOS oder Android ausgelegte mobile Variante der NoSQL-Datenbank geht zunächst als Betaversion an den Start und soll schnellere und reaktivere Mobilanwendungen inklusive automatischem Datenabgleich zwischen Client und Backend ermöglichen. Bisher waren Entwickler dafür auf alternative Datenbanken in ihren Client-Apps angewiesen.

Um die Orchestrierung und Provisionierung von verteilten Datenbankclustern zwischen Kubernetes und dem MongoDB Ops Manager besser zu koordinieren, steht ab sofort der neue MongoDB Kubernetes Operator zur Verfügung – zunächst noch als Betaversion. Ergänzend zur Integration von Cloud Foundry wollen die Anbieter der NoSQL-Datenbank Anwendern damit noch mehr Optionen für den flexiblen Einsatz von MongoDB in verschiedenen Cloud-Umgebungen sowie On-Premise an die Hand geben.

Die Database as a Service MongoDB Atlas, die das Unternehmen erstmals im Sommer 2016 vorgestellt hat, erfährt im Zuge der Veröffentlichung von MongoDB 4.0 ebenfalls ein Update. Sie lässt sich übergreifend auf den Cloud-Plattformen Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform verwenden. Speziell in Kooperation mit Google offeriert das Unternehmen Entwicklern nun ein erweitertes Free-Tier-Angebot: 512 MByte Speicherplatz stehen beispielsweise für Prototyping kostenfrei zur Verfügung.

Eine vollständige Übersicht aller Neuerungen in MongoDB 4.0 fassen die Release Notes zusammen. (map)