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Monitoring: NGINX Plus R19 bietet mehr Analysefunktionen

Version 19 der Web-Server-Software für Load Balancing und Caching nutzt eine größere Auswahl von Metriken, um detailliertere Monitoring-Analysen zu ermöglichen

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(Bild: nginx.com)

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Im Vorfeld seiner Hausmesse NGINX Conf 2019, die kommende Woche in Seattle stattfindet, gibt der seit Mai zum Netzwerkausrüster F5 gehörende Open-Source-Anbieter Version 19 seines Webservers NGINX Plus frei. Das Major Release bietet vor allem neue und erweiterte Funktionen für das Application Monitoring – darunter die Überwachung zusätzlicher Metriken, ein "Dry-Run"-Modus zum Testen geeigneter Grenzwerte für den Netzwerkverkehr sowie eine dynamische Bandbreitenkontrolle.

NGINX Plus vereint die Funktionen eines Load Balancers, eines Content Cache, eines Webservers sowie eines API Gateway in einer einzigen Software. Mit Veröffentlichung von Version 19 verspricht der Anbieter Nutzern mehr Flexibilität und zusätzliche Optionen beim Monitoring sowie bei der Analyse der dabei gesammelten Daten. Die Metriken lassen sich nun individuell für location-Blocks konfigurieren, sodass auch virtuelle Server erfasst werden, wenn die status_zone-Richtlinie im server{}-Block enthalten ist. Auch zu DNS-Anfragetypen und -Antwortzuständen sind nun über die API zusätzliche Kennzahlen verfügbar. Sämtliche Metriken fasst das überarbeitete Live Activity Monitoring Dashboard übersichtlich zusammen.

Das neue Live Activity Monitoring Dashboard von NGINX Plus R19

(Bild: NGINX)

Mit Blick auf das in Kubernetes-Umgebungen weit verbreitete APM-Tool Prometheus haben die NGINX-Macher die bisher primär auf JSON ausgerichtete API um ein Prometheus-njs-Modul erweitert, dass Metriken direkt im nativen Prometheus-Format zur Verfügung stellt.

Um die Übertragungsraten im Netzwerkverkehr zu begrenzen, stehen NGINX-Plus-Anwendern mehrere Verfahren und bis zu fünf Regelungsmechanismen zur Kontrolle von deren Einhaltung parat – einschließlich der Verzögerung übermäßiger Anfragen, der vollständigen Ablehnung und der Möglichkeit, eine Reihe von uneingeschränkten Anfragen vor der Durchsetzung zu stellen; sowie Kombinationen dieser Regeln. Diese Flexibilität erschwert in der Praxis allerdings häufig eine optimale Wahl und Prüfung der jeweiligen Grenzwerte. Dabei soll der neue "Dry-Run"-Modus nun helfen. Er erlaubt eine Vorabanalyse der Fehler-Logs, bevor die Grenzwerte tatsächlich für den Produktivbetrieb aktiviert werden.

Darüber hinaus erlaubt die neue dynamische Bandbreitenkontrolle bei den Richtlinien limit_rate und limit_rate_after nun auch Variablen anstelle der bisherigen statischen Werte. Dadurch lässt sich nun die Datenrate, mit der NGINX Plus eine Antwort auf einen HTTP-Request sendet beziehungsweise die maximale Zahl der gesendeten Bytes, bevor das Limit greift, dynamisch anpassen.

NGINX Plus R19 steht ab sofort auch für die Betriebssysteme Alpine 3.10, Debian 10 ("Buster") und Ubuntu 19.04 ("Disco") zur Verfügung, während die Unterstützung für ältere OS-Versionen wie Debian 8, Ubuntu 14.04 sowie 18.10 entfällt. Nähere Informationen zu den Verbesserungen und Neuerungen im Release 19 finden sich im Blogbeitrag zur Veröffentlichung.

[Update]

Der Hinweis auf NGINX als Open-Source-Anbieter bezieht sich lediglich auf die begrenzte Palette der Produkte, die das Unternehmen quelloffen zur Verfügung stellt. NGINX Plus zählt hingegen zu den kommerziellen Angeboten, für die abgestufte Serviceverträge erforderlich sind. (map)