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Mono 2.4 und MonoDevelop 2.0 veröffentlicht

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Die Mono-Entwickler haben ihre quelloffene Alternative zu Microsofts .Net-Framework in Version 2.4 und zusätzlich die zweite Generation von MonoDevelop, einer quelloffenen Gnome-Entwicklungsumgebung zum Entwickeln von C#- und .Net-Anwendungen unter Linux- und Mono-Umgebungen, veröffentlicht.

Die Version 2.0 der MonoDevelop-IDE unterstützt jetzt explizit .Net 3.0 und 3.5 und spürt Inkonsistenzen in den Projektreferenzen auf, wodurch zum Beispiel ein auf .Net 2.0 aufgesetztes Projekt nicht auf .Net-3.0- oder 3.5-Anwendungen zu referenzieren ist. Als natives Dateifomat greift das neue Release nun auf das Projekt-Format von Microsofts MSBuild-System zurück, was zu einer besseren Kompatibilität mit Visual Studio führt. Das vorherige mdp-Format wird allerdings auch weiterhin unterstützt.

Webentwickler sollen mit MonoDevelop besseren Support für die Codevervollständigung von unter anderem Tags, Attributen und Event-Handlern erhalten und können über die Pfadleiste schnell Tags und Inhalte auswählen. Mit der IDE entwickelte ASP.Net-Anwendungen sind jetzt kompatibel mit Visual Studio 2008 und Visual Web Developer 2008 SP1.

Erstmals ist es mit der Entwicklungsumgebung möglich, Fehler in Anwendungen zu suchen und zu beseitigen. Hierfür gibt es zum einen den Mono-Debugger (MDB) für Managed Applications und den GNU Project Debugger (GDB) für native Anwendungen. Weitere Änderungen beziehungsweise neue Funktionen findet man ausführlich aufgelistet in den Release Notes zur neuen MonoDevelop-Version.

Die Änderungen der neuen Mono-Version gegenüber der Vorgänger-Release 2.2 zielen auf Stabilität und Performance. Hervorzuheben ist, dass mit der neuen Version der Polling-Code nicht mehr vonnöten ist. Für die Unterstützung der Thread.Interrupt-Komponente ist stattdessen eine plattformunabhängige Lösung zu nutzen, die Thread.Interrupt unterstützt und zugleich für eine geringe CPU-Auslastung sorgt. Überarbeitet wurde zudem der XPath-Code, was zu einer 15 Prozent geringeren Speicherauslastung geführt haben soll.

Für ASP.Net kann Mono unter anderem nun in vorkompilierten ASP.Net-Seiten laufen, die mit Visual Studio entwickelt wurden oder den aspnet_compiler nutzen. Dadurch unterstützt Mono ASP.Net-Anwendungen, die in anderen Sprachen als C# geschrieben wurden, oder solche, die neue VB.Net-Funktionen verwenden, die nicht in Monos Visual-Basic-Compiler vorhanden sind. Unterschiedliche Überarbeitungen am DataGridView-Steuerelement sorgen zudem für eine bessere Unterstützung von Data Binding. Mehr über die Neuerungen erfahren Interessierte in den ausführlichen Release Notes zur neuen Mono-Version,

Mono-Programme laufen ohne Änderungen am Binärcode unter Windows, Mac OS X, Linux sowie unterschiedlichen Unix-Derivaten. Entsprechende vorkompilierte Binärpakete finden sich ebenso auf der Mono-Webseite wie der Quellcode, mit dem das Paket für nicht offiziell unterstützte Plattformen übersetzt werden kann.

Siehe dazu auch:

  • Mono im heise Software-Verzeichnis
  • MonoDevelop im heise Software-Verzeichnis

(ane)