Mozillas C/C++-Herausforderer: Microsoft adelt Programmiersprache Rust

Eine gewaltige Aufwertung erhält Mozillas C/C++-Herausforderer Rust durch die Unterstützung in Visual Studio und Visual Studio Code.

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Microsoft adelt Programmiersprache Rust

Die Programmiersprache Rust bekommt auch von Microsoft Zuspruch. Denn der Konzern hat bei seinem Cross-Plattform-Editor Visual Studio Code Features eingebaut, die das Arbeiten mit Rust-Code durch Syntax-Highlighting vereinfachen. Die Rust-Unterstützung wurde im letzten Monat mit der Freigabe der Version 0.3 bekannt gegeben. Derzeit aktuell ist Visual Studio Code 0.5, das wiederum mit Unterstützung für das neue ECMAScript 6 beziehungsweise ECMAScript 2015 aufwartet.

Auch für Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio gibt es mittlerweile Unterstützung für die bei Mozilla initiierte Sprache. Dafür hat ein nicht bei Microsoft angestellter Entwickler mit Visual Rust ein Plug-in entwickelt, nach dessen Einrichtung ein Projekt-Template bereitsteht und die wesentlichen Dinge zum Bauen von Rust-Projekten liefert.

Rust war 2012 von Mozilla vorgestellt worden und die Sprachsyntax ist der von C und C++ ähnlich, semantisch gibt es allerdings größere Unterschiede. Die Sprache ist vor allem für Bereiche wie Browserentwicklung, Spieleentwicklung, Embedded-Systeme und als Endpunkt einer nativen Schnittstelle mit Skriptsprachen vorgesehen.

Ursprünglich war Rust als Konkurrent für Googles Sprache Go gedacht. Über die letzten Jahre hinweg ist die Sprache jedoch eher zur Alternative von C und C++ gewachsen, vor allem weil sich die Entwickler von etlichen Features der Frühzeit verabschiedet hatten. Seit Mitte Mai liegt die Sprache in Version 1.0 vor.

[Update, 17.07., 09:20 Uhr: Eine frühere Version des Artikels legte nahe, dass das Visual-Rust-Plug-in von Microsoft entwickelt wurde.]

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)