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.NET Core, ASP.NET Core und Entity Framework Core 2.1 sind fertig

Microsoft hat die Laufzeitumgebung .NET Core, das Webserverframework ASP.NET Core und den objektrelationalen Mapper Entity Framework Core überarbeitet und mit zahlreichen Neuerungen veröffentlicht.

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Microsoft veröffentlicht Windows Compatibility Pack für .NET Core

Die Version 2.1 von .NET Core, ASP.NET Core und Entity Framework Core hatte Microsoft ursprünglich erst für den Sommer 2018 angekündigt. Mit dem Veröffentlichungsdatum 31. Mai liegen die neuen Releases nun früher vor als erwartet. Im Vergleich mit den 2.0-Versionen haben die Laufzeitumgebung .NET Core, das Webserverframework ASP.NET Core und der objektrelationalen Mapper Entity Framework Core eine Menge Neuerungen zu bieten.

Bei .NET Core konzentrieren sich die Verbesserungen auf schnelleres Kompilieren und Ausführen. Die Laufzeitumgebung steht nun außerdem für mehr Plattformen zur Verfügung, darunter die aktuelle Ubuntu-LTS-Version 18.04 sowie Raspberry Pi 2+ mit ARM-v7- oder -v8-Chips. Durch die Verfügbarkeit des Windows Compatibility Pack for .NET Core werden zudem viele Klassen aus dem alten .NET Framework 4.x in die .NET-Core-Welt portiert.

Beim Entity Framework Core hat sich Microsoft auf die Behebung gravierender Schwächen konzentriert, die die Core-Variante bisher noch im Vergleich mit dem klassischen ADO.NET Entity Framework hatte. So bietet Version 2.1 wieder das aus früheren Versionen bekannte automatische Lazy Loading verbundener Datensätze an. Die Funktion ist jedoch nicht standardmäßig aktiviert, sondern muss durch Entwickler eingeschaltet werden.

Das Webserverframework ASP.NET Core arbeitet in der neuen Version schlanker. Beim Anlegen eines neuen Webprojekts fehlen zunächst alle Seiten für die Benutzeranmeldung und Benutzerverwaltung. Die damit verbundenen Funktionen sind jedoch vorhanden, denn Microsoft kapselt diese in einer DLL (Microsoft.AspNetCore.Identity.UI.dll). Eine manuelle Bearbeitung dieser Webseiten ist alternativ immer noch möglich, dann jedoch nur nach dem Modell der mit ASP.NET Core 2.0 eingeführten "Razor Pages". Überarbeitete Projektvorlagen für ASP.NET Core unterstützen zudem im Standard das Einholen des Benutzereinverständnisses für Cookies. Damit erlaubt das Webserverframework notwendige Anpassungen an die Vorgaben der neuen EU-weit gültigen Datenschutzverordnung (DSGVO).

Einen detaillierten Überblick der wichtigsten Neuerungen in .NET Core, ASP.NET Core und Entity Framework Core 2.1 sowie zur Verfügbarkeit der einzelnen Versionen fasst der Artikel von Dotnet-Doktor Holger Schwichtenberg zusammen. (map)