Menü
Developer

Neues VxWorks-Profil zur Safety-Zertifizierung für Multicore-Embedded-Systeme

Nicht nur dass das Echtzeitbetriebssystem nun ein neues Profil zur Gewährleistung der Funktionssicherheit erhalten hat, auch bei der Device-Virtualisierung nach dem Virtio-Standard hat sich was getan.

vorlesen Drucken Kommentare lesen

Wind River hat ein neues Safety-Profil für die derzeit aktuelle Version seines Echtzeitbetriebssystems VxWorks vorgestellt. Es erweitert das im Frühjahr erschienene VxWorks 7 um Fähigkeiten der Funktionssicherheit (Safety) von Multicore-Applikationen zur Entwicklung Safety-kritischer Systeme.

Bestandteil des neuen Safety-Profils sind sogenannte "Time and Space"-Partitionierungsfunktionen zur Sicherstellung einer zuverlässigen und interferenzfreien Konsolidierung mehrerer Applikationen mit unterschiedlich hohen Safety-Anforderungen auf einer Single- oder Multicore-Hardware-Plattform. Kunden können durch die Trennung von Applikationen die unterschiedlichen Safety-Anforderungen jeweils gezielt aktualisieren, ohne dass das Gesamtsystem erneut zu testen oder zu zertifizieren wäre. Das Profil hat bereits eine vorläufige Zulassung des TÜV SÜD für IEC-61508-3-SIL3-Konformität erhalten. Das als Option verfügbare "Certification Evidence Package" soll VxWorks-Kunden dabei helfen, Kosten, Risiken und die Zeit bis zur Zertifizierung ihrer Embedded-Systeme zu senken beziehungsweise zu verkürzen.

Darüber hinaus hat Wind River sein Virtualisierungsprofil für VxWorks jetzt um die Unterstützung für Device-Virtualisierung nach dem offenen Virtio-Standard erweitert. Die Device-Virtualisierung soll für eine weitere Reduzierung der mechanischen Abmessungen sorgen und gleichzeitig den Einstieg in das Thema Virtualisierung im Embedded-Bereich erleichtern. Der Virtio-Standard ermöglicht allen Betriebssystemen die Nutzung virtualisierter Devices. (ane)