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NoSQL: Couchbase spricht SQL

Der auf der NoSQL-Datenbank CouchDB und dem Schlüssel-Wert-Speicher memcached aufbauende Couchbase Server umfasst in Version 4.0 außerdem Features zur Durchführung mehrdimensionaler Skalierbarkeit.

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kiste

Auf der "Couchbase Live"-Konferenz in New York wurde die nun freigegebene Version 4.0 des Couchbase Server vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein kommerzielles Angebot, das mit der freien dokumentenorientierten NoSQL-Datenbank CouchDB und den Konzepten des Schlüssel-Wert-Speichers memcached arbeitet.

Das neue Release wartet mit einer SQL-kompatiblen Abfragesprache ("N1QL", ausgesprochen nickel) auf, durch die man eine Brücke für SQL bereitstellen will, denn dokumentenorientierte Datenbanken nutzen für gewöhnlich JSON (JavaScript Object Notation) als Datenformat. Mit N1QL lassen sich aus CouchDB heraus also auch SQL-Abfragen tätigen. Auch können mit der Sprache nun SQL-basierte Reporting- und Datenvisualisierungswerkzeuge wie Excel, Tableau, Looker und Qlik genutzt werden.

Eine der wichtigsten Änderungen ist des Weiteren die Umsetzung eines Konzepts zu mehrdimensionaler Skalierbarkeit, durch das sich Abfragen offenbar schneller durchführen lassen, da sie nicht auf allen Knoten eines Clusters auszuführen sind und sich Indizes schneller durchsuchen lassen, wenn sie nicht in allen Knoten hinterlegt sind. So ist es nun möglich, Daten-, Index- und Abfragedienste unabhängig voneinander zu skalieren und sie isoliert anzubieten, um die Leistungsfähigkeit eines Systems zu verbessern. Zudem soll sich die Hardware eines Knotens je nach Dienst, der auf ihm läuft, anpassen lassen.

Schließlich umfasst Couchbase jetzt die Storage Engine ForestDB, die insbesondere darauf ausgelegt sein soll, mit Mehrkernprozessoren und Solid-State Drives (SSDs) zu arbeiten. Eine übersichtliche Verlinkung zu den weiteren Änderungen bietet die Ankündigung. (ane)