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NoSQL-Datenbank: ArangoDB 3.6 mit mehr Fehlertoleranzoptionen durch OneShard

Neben der OneShard-Funktion bietet das neue Release der Multi-Modell-Datenbank vor allem Performanceverbesserungen.

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Die quelloffene Multi-Modell-Datenbank ArangoDB liegt ab sofort in Version 3.6 vor. Das Entwicklerteam hat sich für das Update insbesondere um Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung der Datenbank gekümmert. Die Optimierungen betreffen in erster Linie Abfragen, aber auch den Leistungsumfang der integrierten Volltextsuche. Mit OneShard ist darüber hinaus eine neue Funktion hinzugekommen, die Single-Node-Anwendungen erlaubt, ohne auf Fehlertoleranz verzichten zu müssen.

Sharding beherrscht ArangoDB bereits seit Version 2.0. Mit Freigabe des neuesten Release steht Nutzern aber die Funktion OneShard zur Verfügung, die auf Anwendungsfälle mit geringerem Datenumfang zugeschnitten ist, bei denen ein einzelner Node ausreicht. Das ArangoDB-Team hat dabei vor allem Graph-Datenbankanwendungen im Fokus, die mit einer hohen Zahl von Queries ausgelastet werden sollen. Eine mit OneShard angelegte Datenbank bleibt auf einen einzelnen Server Node beschränkt, im Hintergrund erfolgt aber dennoch eine synchrone Replikation auf andere Nodes, um die Ausfallsicherheit zu gewährleisten. OneShard bleibt zunächst allerdings der kostenpflichtigen Enterprise Edition von ArangoDB vorbehalten. Detaillierte Informationen zu der Funktion finden sich in der OneShard-Dokumentation.

Zum Teil signifikante Performanceverbesserungen versprechen die Optimierungen rund um Queries. So kann ArangoDB 3.6 das Ausführen von AQL Queries im Cluster parallelisieren, wenn mehrere Datenbankserver involviert sind. Die Ergebnisse von den verschiedenen Servern können gleichzeitig eingesammelt werden, wodurch sich die Latenz bei der Abfrage reduziert. AQL Queries sollen sich so um bis zu 40 Prozent beschleunigen lassen.

Neue Optimierungsregeln für das Behandeln von Subqueries sollen ebenfalls zu einer spürbaren Leistungssteigerung beitragen. Insbesondere Unterabfragen, die nur wenige Ergebnisse liefern, sollen von den Verbesserungen profitieren, sodass beispielsweise in einer Cluster-Konfiguration mit einer Sammlung aus 10.000 Dokumenten die Ausführungszeit einer Abfrage um den Faktor 28 beschleunigt werden kann.

Weitere Verbesserungen in ArangoDB 3.6 betreffen das frühzeitige Beschneiden nicht übereinstimmender Dokumente sowie automatisiertes Vereinfachen von UPDATE- und REPLACE-Queries. Einen kompletten Überblick aller Neuerungen bieten der Blogbeitrag zum neuen Release sowie die ArangoDB-Projektseite auf GitHub. (map)