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Open MPI implementiert MPI 3.0 fast vollständig

Das Open-MPI-Projekt veröffentlicht die Version 1.7.4 der Implementierung des Message Passing Interface. Insbesondere die Einführung neuer Fortran-Bindings dürfte die HPC-Szene aufhorchen lassen.

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Was formal nur wie ein Punkt-Release aussieht, enthält jedoch Code, durch den das Open-MPI-Projekt nah an einer vollständigen Implementierung des MPI-3.0-Standards (Message Passing Interface) sein soll – einzig die Unterstützung für Einweg-Operatoren ist anscheinend noch nicht umgesetzt.

Der insbesondere in der HPC-Szene geschätzte Standard war im September 2012 erschienen und ergänzte erstmals nach über zehn Jahren wieder eine große Anzahl Änderungen in der Spezifikation. Zu den Neuerungen zählten neben der Einführung eines zusätzlichen Tool Information Interface und der Erweiterung der RMA- und Shared-Memory-Unterstützung auch die Berücksichtigung hybrider paralleler Programmierung.

Als vermutlich wichtigstes Feature bei Open MPI 1.7.4 wird die Fortran-Unterstützung gesehen. Obgleich die Programmiersprache schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, ist sie im Umfeld des High Performance Computing weiterhin gesetzt. Durch die neuen MPI-Fortran-Bindings können Entwickler nun eine bessere Hilfe durch den Fortran-Compiler erhalten. Ebenfalls wichtig ist offenbar die Unterstützung für nicht blockende Kollektiv-Operationen im Kommunikationsmodell. Weitere Neuerungen listet kurz und knapp die Ankündigung auf. (ane)