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Open-Source-Werkzeug zur Analyse von Quelltextabhängigkeiten

Der Chord Code Coupling Detector zeigt Abhängigkeiten zwischen Quelltexten als Chord Diagramm. Das Tool ist derzeit nur ein Proof of Concept, aber die Darstellung könnte andere Matrizen in der Code-Analyse ergänzen.

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Open-Source-Werkzeug zur Analyse von Quelltextabhängigkeiten

Abhängigkeiten im Quelltext sind unvermeidlich. Programme verwenden Bibliotheken, die wiederum auf System-Libraries zurückgreifen. Problematisch wird es beispielsweise, wenn viele kleine Module untereinander so verbunden sind, dass sie de facto zu einem Konglomerat verschmelzen. Spätestens beim Portieren von Anwendungen auf andere Plattformen oder Sprachen zeigen sich die Tücken des Geflechts.

Der Chord Code Coupling Detector (CCCD) löst das Problem zwar nicht direkt, aber hilft bei der Visualisierung von Abhängigkeiten. Das Werkzeug, das derzeit laut den Entwicklern der Iunera GmbH einen Prototypen darstellt, ist in JavaScript implementiert. Die Abhängigkeiten stellt es als Chord-Diagramme dar. Dabei sind die Daten kreisförmig angeordnet und die Verbindungen als Bögen visualisiert.

Als Beispieldaten verwenden die Entwickler das Eclipse-JDT-Projekt. Durch die Art der Darstellung können Betrachter die Abhängigkeiten der Java-Pakete untersuchen. Das Diagramm zeigt die ausgehenden und eingehenden Methodenaufrufe auf Paketebene am Kreisrand an. Benutzer verändern die Ansicht durch unterschiedliche, an OLAP angelehnte Methoden wie Filtern, Ausschließen oder Drill-down. Letzteres führt in die verschiedenen Paketebenen bis hin zu den Klassen im Quelltext.

Der CCCD ist momentan ein Proof of Concept. Das Tool untersucht keine Quelltexte, sondern stellt die Daten dar, die es aus einer CSV-Datei liest. Die Entwickler erklären ihr Werkzeug auf der Projektseite in einem Video. Das unter der Apache-Lizenz freigegebene Projekt liegt zum Download auf Github. (rme)