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Oracle: Kritik an Suns Java-Release-Zyklen

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Auf der Java-Konferenz Confess in Wien kritisierte Dalibor Topic, der bei Oracle die Rolle eines Java FOSS Ambassador innehat, den früheren Java-Schirmherr Sun Microsystems für dessen Umgang mit der Programmiersprache. Topic, der bei Sun in vergleichbarer Position arbeitete, bemängelt, dass es zu Sun-Zeiten viel zu selten neue Releases von Java gegeben habe. Mit dem diesen Sommer erscheinenden Java 7, dem für nächstes Jahr geplanten Java 8 und späteren Releases, die offenbar auch schon in Planung sind, will Oracle einen anderen Weg gehen. Java soll auch dadurch die wichtigste und am weitesten verbreitete Programmiersprache bleiben.

Als Stärke von Sun sieht Topic die Affinität zur großen Community. Oracle hat mittlerweile erkannt, dass die Beliebtheit der eigene Marke unter der Sun-Akquise gelitten hat, und wird sich deshalb in Zukunft verstärkt mit der Java-Community auseinandersetzen und mit dieser zusammenarbeiten. Das trifft auch auf das OpenJDK, die Open-Source-Implementierung von Java, zu. Deswegen erscheint Topics' Äußerung, dass das OpenJDK für Oracle wichtiger werden soll, als es für Sun war, als besonders wichtig. So werden wohl Funktionen von Oracles Java Virtual Machine JRockit Einzug in das Open-Source-Java halten. (Kai Wähner) / (ane)