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Oracle "adelt" Sprache R zur Verarbeitung statistischer Daten

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Oracle unterstützt jetzt die freie Programmiersprache R zur Verarbeitung statistischer Daten. Der Datenbankriese stellt nun mit R-ODM eine kostenlose Nutzerschnittstelle für seine Technik Oracle Data Mining (ODM) zur Verfügung, mit der Statistiker und Datenanalysten unter Verwendung der R-Syntax die Funktionen der Data-Mining-Datenbank nutzen können, ohne Kenntnisse von SQL oder Oracles Datenbanktechniken haben zu müssen.

Die Sprache R genießt unter Statistikern und Datenanalysten zunehmende Verbreitung, da sie einfach zu erlernen ist, auch wenn keine Programmierkenntnisse vorliegen. Sie finden bei R eine Reihe Mechanismen für das Organisieren von Daten, zum Erstellen von Kalkulationen und zur optischen Aufbereitung der Datensätze. Auch gibt es über tausend als Erweiterung vorliegende Pakete für R, die sich speziellen Aufgaben widmen. Die Sprache, die unter dem Dach des GNU-Projekts unter der GPL (General Public Licence) entwickelt wird, ist aus der in den Bell Laboratories entwickelten Sprache S hervorgegangen, die sich gleicher Aufgaben annimmt. Viele für S geschriebene Programme sind auch unter R lauffähig.

Die R-Schnittstelle für ODM ist zwar kostenlos, jedoch kämen für R-Entwickler laut Preisliste (PDF) minimal 23.000 US-Dollar hinzu, die sie für Oracles Data-Mining-Datenbank hinlegen müssten. In R-ODM finden sich ein durch die R-Community entwickelter Datenbanktreiber und ein User Interface, des Weiteren eine Reihe in R geschriebener Wrapper-Funktionen, die den Transfer der Daten und Parameter von der R-Umgebung zur Oracle-Datenbank als standardisierte PL/SQL-Aufrufe über eine ODBC-Schnittstelle (Open Database Connectivity) abwickeln. (ane)