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Oracle äußert sich zur JVM-Strategie

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Oracles Java-Botschafter Henrik Ståhl hat auf die Berichterstattung in diversen Medien über eine duale Lizenzierung der Java Virtual Machine (JVM) auf Basis der Zusammenführung der virtuellen Maschinen JRockit und HotSpot reagiert. Die vereinigte JVM soll sich – wie schon auf der JavaOne im September präsentiert – aus den jeweils besten Features der beiden JVMs zusammensetzen. Das Ergebnis soll schrittweise Einzug in das OpenJDK halten, allerdings werden einige Komponenten, etwa Suns Java for Business sowie Oracles JRockit Mission Control, JRockit Real Time und JRockit Virtual Edition, auch weiterhin als proprietäre, kommerzielle Premium-Erweiterungen weitervertrieben.

Ståhl weist darauf hin, dass die Zusammenführung ein mehrjähriger Prozess sein werde, dafür sei sie dann wahrscheinlich die größte, je an das OpenJDK übergebene Codespende seit dem Start des Projekts. Oracle wird darüber hinaus einige JDK- und JRE-Binaries (Java Development Kit, Java Runtime Engine), die Closed-Source-Bestandteile von Drittanbietern enthalten, kostenlos zur Verfügung stellen. Als Beispiel gibt Ståhl den "font rasterizer". Gerne sähe Oracle für diesen eine Open-Source-Alternative, nur hätten die Entwickler des Unternehmens kurzfristig andere Prioritäten zu setzen, weswegen Ståhl die Community einlädt, hierbei mit qualifizierten Beiträgen in die Bresche zu springen.

Schließlich wird der Konzern auch für sein kostenloses JDK Dienstleistungen anbieten, sowohl für die kommerzielle als auch die OpenJDK-Implementierung der virtuellen Maschine setzt er darüber hinaus die Pflege der Software fort. (ane)