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Oracle und Apple machen bei OpenJDK für Mac OS X gemeinsame Sache

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Apple wird sich am OpenJDK beteiligen, um gemeinsam mit Oracle eine Java-Implementierung auf Open-Source-Basis für Mac OS X zu entwickeln. Damit stellt sich nach IBM im Oktober ein zweiter großer Java-Protagonist an Oracles Seite, um das OpenJDK voranzutreiben. Auch vollzieht der Konzern eine Kurskorrektur in seiner Java-Strategie und kommt damit – gewollt oder nicht gewollt – einer Petition von Befürwortern der Sprache nach, seine Java-Komponenten an das OpenJDK-Projekt zu geben.

Apple hatte im Oktober eine Art "leisen Abschied" von Java angekündigt und das letzte Java seiner Version der Java-Entwicklungs- und -Laufzeitumgebung für Mac OS X 10.6 und 10.5 als "deprecated" bezeichnet. Der Mac-Hersteller wollte seine Implementierungen nicht mehr pflegen und zog es in Betracht, sie in zukünftigen Versionen des Betriebssystems ganz entfallen zu lassen.

Laut der von den beiden Unternehmen gemeinsam veröffentlichten Ankündigung wird Apple die meisten der für eine solche freie Java-Implementierung benötigten Komponenten, Werkzeuge und Techniken dem OpenJDK-Projekt "spenden". Erwähnt werden eine 32-bit- und 64-bit Java Virtual Machine auf Basis von HotSpot, Klassenbibliotheken, ein Netzwerk-Stack und die Basis für eine neue grafische Client-Software. Apples Java-Techniken sollen dann im Rahmen des OpenJDK-Projekts zu Open-Source-Software werden.

Darüber hinaus will Apple die derzeit stabile Version der Java Standard Edition (Java SE 6) für Mac OS X Snow Leopard und für das zukünftige Mac OS X Lion zur Verfügung stellen. Zukünftige Java-Versionen gibt dann Oracle für Apples Betriebssystem heraus. Apple begründet den Schritt, die Java-Komponenten an Oracle zu übergeben, damit, dass es für seine Kunden das Beste wäre, wenn sie die aktuellsten und sichersten Java-Versionen direkt von Oracle erhielten. (ane)