Oracle veröffentlicht kostenlose ADF-Version

Die ADF Essentials sind eine abgespeckte Version des Webentwicklungs-Frameworks, das Oracle selbst für viele der eigenen Enterprise-Java-Anwendungen verwendet.

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Oracle hat eine Version des Application Development Framework (ADF) veröffentlicht, die auf dem quelloffenen GlassFish-Server laufen kann. Die ADF Essentials sind eine abgespeckte Version des Webentwicklungs-Frameworks, das Oracle selbst für viele der eigenen Enterprise-Java-Anwendungen verwendet. Der Model-View-Controller-Architektur (MVC) folgend soll man damit in kurzer Zeit und ohne Mehraufwand zu wiederverwendbaren Anwendungskomponenten kommen.

ADF Essentials enthält Oracles JSF-Komponentenbibliothek (JavaServer Faces) ADF Faces und stellt offenbar mehr als 150 Komponenten für Weboberflächen zur Verfügung. Das Framework bietet außerdem eine Controller-Schicht, um die Komponenten an Geschäftslogiken binden zu können, die sich in einer auf XML-Metadaten aufsetzenden Abstraktionsschicht befinden. Weiterhin verpackt das Framework viele gebräuchliche Entwurfsmuster in wiederverwendbare Komponenten.

Allerdings fehlen in ADF Essentials einige Komponenten aus der Vollversion. So bleibt das Security-Framework außen vor, was bedeutet, dass Sicherheitsfunktionen und -aspekte mit Standardmechanismen von Java EE (Java Enterprise Edition) oder anderen Frameworks zu implementieren sind. Ebenfalls nicht enthalten sind das Framework zur Integration von Mobil- und Desktop-Anwendungen und Features zur Integration mit Oracles Fusion-Middleware für hohe Verfügbarkeit und Cluster-Unterstützung.

Das kostenlose Framework kann in Produktionsumgebungen ausgerollt werden und erfordert nicht Oracles WebLogic-Server. Es läuft sowohl auf GlassFish als auch auf IBMs WebSphere. Die Software lässt sich von Oracles Webseite herunterladen. Ein Blog-Beitrag beschreibt, wie mit ADF Essentials geschriebene Anwendungen auf einem GlassFish-Server aufgesetzt werden. (ane)