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Oracle veröffentlicht neues Framework für Microservices

Unter dem Namen Helidon hat Oracle ein neues Java-Framework für Microservices vorgestellt, das Eclipse MicroProfile 1.1 implementiert.

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Oracle veröffentlicht neues Framework für Microservices

Das Helidon-Logo

(Bild: Oracle)

Oracle hat mit dem Projekt Helidon ein Java-Framework für Microservices veröffentlicht. Entwickler sollen mit ihm die Wahl zwischen zwei verschiedenen Varianten haben. Auf der einen Seite steht Helidon SE, das das Java Development Kit (JDK) als Runtime einsetzt und wenige Funktionen bietet, dafür aber "leichtgewichtig" daherkommen soll. Auf der anderen Seite steht Helidon MP (MicroProfile), das Eclipse MicroProfile implementiert und für Java-EE-Entwickler eine ähnliche Nutzererfahrung bieten soll. Helidon liegt derzeit in Version 0.9.1 vor, befindet sich also noch im Aufbau.

Laut dem Blogbeitrag ist Helidon aber bereits in vielen internen Oracle-Projekten im Einsatz. Auch die Entwicklung läuft wohl schon seit geraumer Zeit: Oracle habe erkannt, dass sich die Entwicklungserfahrung in den Zeiten der Cloud und Microservices verändern muss. Bisher war es zwar möglich, mit Projekten wie Eclipse Microprofile Microservices mit Java EE zu bauen, allerdings wollte Oracle eine Sammlung von Bibliotheken anbieten, die keinen Applikationsserver benötigen und in Java-SE-Applikationen Verwendung finden können.

Die Architektur von Helidon

(Bild: Oracle)

Die Helidon-SE-Variante unterteilt sich in drei Teile: Config, Security und RxServer. Damit sollen Entwicklern laut Oracle alle Werkzeuge zum Erstellen eines Microservices zur Verfügung stehen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, das Metrics-Interface von MicroProfile in Helidon SE zu implementieren – jedoch ohne Support für Injection, da es nicht Teil von Helidon SE ist. Heldion MP setzt auf MicroProfile 1.1 auf und verfügt über die Komponenten JSON-P, JAX-RS/Jersey und CDI, die für die Implementierung notwendig sind. Eine Umsetzung der nächsten MicroProfile-Versionen soll bald folgen.

Der Name des Projekts leitet sich vom griechischen Wort für Schwalbe ab. Oracle möchte in der nahen Zukunft vor allem Werbung für das Projekt machen – unter anderem mit Beiträgen auf der Oracle Code One. Außerdem soll die virtuelle Maschine GraalVM bald unterstützt werden. Weitere Details finden sich auf der Projektwebsite sowie auf GitHub. (bbo)