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Oracles Vorschlag für Java EE 7 erhält Segen des JCP

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Der von Oracle in den Java Community Process (JCP) eingereichte Vorschlag zur Ausarbeitung des nächsten Enterprise-Java hat den Segen der an dem Java Specification Request (JSR) Beteiligten erhalten. 12 der 13 Parteien des (Standard Edition/Enterprise Edition) haben bei der Abstimmung über Oracles Vorschlag zu Java EE 7 mit einem vorbehaltlosen "Ja" gestimmt. Einzig IBM holt ein wenig aus und verweist unter anderem darauf, dass das nächste Enterprise-Java die Basis für ein modulares Java in der übernächsten Java Standard Edition (Java SE 8) legen sollte.

Ein eindeutiges Ergebnis: Alle Parteien stimmen für Oracles Vorschlag.

Im Fokus des nächsten Enterprise-Java stehen Punkte wie Mandantenfähigkeit und damit eine Hauptanforderung von Cloud-Umgebungen, die Versionierung von Applikationen sowie die Unterstützung nichtrelationaler Datenbanken. Auch die über Jahre hinweg geführte Diskussion über ein modulares Java, auf das IBM zu sprechen kommt, könnte mit ersten Ausarbeitungen in Java EE 7 langsam abebben. Modularität wird als weitere Anforderung für Cloud-Szenarien gesehen. Nicht auszuschließen ist, dass die Unterstützung für Entwicklungen aus dem Webumfeld wie HTML5 und Web Sockets Einzug in Java EE 7 halten werden.

Die Ausarbeitung findet im Rahmen des JSR 342 statt. Er dient als "Mantel" für eine Reihe weiterer JSRs, die mit Java EE 8 veröffentlicht werden sollen. Bislang in den JCP eingebrachte sind die JSRs 340 (Java Servlet 3.1), 341 (Expression Language 3.0), 343 (Java Message Service 2.0) und 344 (JavaServer Faces 2.2). Weitere könnten neue Versionen von Enterprise JavaBeans (EJB), Bean Validation und CDI sein. Für die ebenfalls zur Auswahl stehenden Spezifikationen von JCache, Concurrency Utilities for Java EE, JAX-RS 2.0 und JPA 2.1 gibt es bereits entsprechende JSRs.

Geplant ist, Java EE 7 im dritten Quartal des nächsten Jahres zu veröffentlichen. Auch für Java EE 8 gibt es bereits einen Zeitplan. Es soll Ende 2013 folgen. (ane)