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PDC 2009: AppFabric zur Ausführung von Azure-Anwendungen

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In der Eröffnungskeynote der PDC 2009 hat Microsoft heute angekündigt, verschiedene bisher getrennt geführte Projekte für Betrieb und Skalierung von .NET-Anwendungen unter dem Begriff "AppFabric" zusammenführen. Dabei handelt es sich um eine Betriebsumgebung für .NET-Anwendungen und stellt dabei Dienste wie Caching, Zugriffskontrolle, Anwendungskopplung, Management und Überwachung zur Verfügung.

AppFabric soll künftig die Basis für die Ausführung von .NET-Anwendungen in Microsofts Cloud-Dienst "Azure" ("Windows Azure AppFabric") sein und kann auch in eigenen Windows Servern als Application Server ("Windows Server AppFabric") verwendet werden. AppFabric ist vergleichbar mit den in der Java-Welt seit langem bekannten Anwendungsservern, ergänzt um eine Cloud-Komponente.

AppFabric vereint die bereits auf der letztjährigen PDC angekündigten Projekte Windows Application Server ("Dublin"), den verteilten Cache "Velocity" sowie die zuvor unter dem Begriff ".NET Services" bekannten Windows Azure-Dienste "Access Control“ für Zugriffskontrolle und "Service Bus“ zur Anwendungskopplung. In der Keynote zeigte Bob Muglia, President Server and Tools bei Microsoft, das Modellieren und Verpacken einer Webanwendung in Visual Studio, die Installation in Azure mit Windows PowerShell und die Überwachung mit einer kommenden "Cloud"-Variante von Microsofts System Center Operations Manager.

Die Beta 1-Version von AppFabric für Windows Server soll noch heute auf Microsofts Download-Seite verfügbar sein und 2010 erscheinen. Auch wenn es dazu in der Keynote keine Aussage gab, ist zu erwarten, dass das Produkt ein kostenfreier Zusatz zu Windows Server sein wird. Für Windows Azure AppFabric erscheint hingegen erst 2010 eine Beta-Version. (Holger Schwichtenberg) / (ane)