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PDC: Asynchrone Zukunft bei C# 5.0 und Visual Basic 11.0

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Die Vereinfachung der asynchronen Programmierung werde das beherrschende Thema der nächsten Versionen von C# und Visual Basic sein, erklärte C#-Erfinder Anders Hejlsberg in seinem Vortrag über die Zukunft der .NET-Sprachen auf Microsofts Professional Developer Conference (PDC 2010). Während asynchrone Programmierung bisher hauptsächlich durch die .NET-Framework-Klassenbibliothek realisiert wurde, soll sie zukünftig direkt Einzug in die Sprachsyntax der beiden primären .NET-Sprachen halten.

Dafür bieten C# und Visual Basic .NET in der nächsten Generation die neuen Schlüsselwörter async zur Auszeichnung von asynchronen Methoden und den Operator await, der die Ausführung auf eine asynchrone Methode warten lässt. Als Rückgabetyp für die asynchronen Methoden bietet die Klassenbibliothek zukünftig die Klasse Task<T>. Die neuen asynchronen Methoden unterstützen Fehlerbehandlung mit dem normalen Try-Catch-Konstrukt und den Abbruch von Hintergrundaufgaben mit der in .NET 4.0 eingeführten Klasse CancellationTokenSource. Die neuen asynchronen Funktionen stehen vorerst nur als ein Community Technology Preview (CTP) in einer Erweiterung für Visual Studio 2010 zur Verfügung. Die zugehörige Website zeigt zahlreiche Beispiele.

Visual Basic 11.0 erhält durch den "Visual Studio Async CTP" auch den yield-Operator zur Implementierung von Enumeratoren, den es in C# schon seit Version 2.0 gibt.

Hejlsberg betonte, dass Microsoft auch weiterhin an dem Konzept "Compiler as a Service" arbeitet, das schon auf der letzten PDC gezeigt wurde. Zukünftig sollen Entwickler in der Lage sein, Refactoring-Funktionen und aspektorientierte Konzepte direkt im Compiler umzusetzen bis hin zur Möglichkeit, aus vorhandenen Bausteinen eigene Sprachcompiler zu erzeugen. Die Möglichkeiten sind aber noch nicht im "Visual Studio Async CTP" enthalten.

Einen Erscheinungstermin für die nächsten Versionen der Sprachen oder des .NET Framework nannte Hejlsberg nicht. Den gesamten Vortrag von Anders Hejlsberg kann man sich kostenlos ansehen. (Holger Schwichtenberg) / (ane)