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PaaS: Tsuru erreicht mit Version 1.0 ein stabiles Release

Nutzer der Open-Source-Plattform können ab Version 1.0 ihre Anwendungen in Docker-Images deployen. Die PaaS ist programmiersprachenunabhängig und ermöglicht Updates über Git-Push.

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PaaS: Tsuru erreicht mit Version 1.0 einen stabilen Stand

Tsuru ist eine quelloffene PaaS (Platform as a Service), die sich durch Flexibilität, Erweiterbarkeit und einfache Handhabung auszeichnen soll. Mit dem Sprung von Version 0.13 auf 1.0 hat sie einen stabilen Status erreicht. Die größte technische Neuerung ist, dass Entwickler ihre Anwendungen als Docker-Images deployen können, sofern diese in einer Registry liegen und passende Entry Points beziehungsweise Procfiles aufweisen.

Ebenfalls neu ist die API-Versionierung, die erwartungsgemäß für die aktuelle Version das Präfix /1.0/ verwendet. Zudem ist für diejenigen, die Tsuru auf Amazon Web Services (AWS) einsetzen, die Integration in die EC2-Plattform vollständig umgesetzt, sodass das System unter anderem IAM-Rollen (Identity and Access Management) verwendet.

Tsuru ist ein Open-Source-Projekt, mit dem Entwickler Software im lokalen Rechenzentrum oder auf Cloud-Diensten wie AWS verteilen können. Die Macher sprechen von einer polyglotten Cloud Application Platform, um zu betonen, dass Tsuru nicht an bestimmte Programmiersprachen gebunden ist. Andere Plattformen wie Heroku haben ein Repertoire an Sprachen, das meist die wichtigsten Anforderungen abdeckt und mit der Zeit ergänzt wird. Auch haben die PaaS-Angebote üblicherweise ihre eigenen Toolchains, sodass Entwickler innerhalb der jeweiligen Plattform bleiben.

Tsuru setzt dagegen auf ein höheres Abstraktionslevel: Entwickler verwenden ihre eigenen Werkzeuge und deployen die Software über einen Git-Push. Tsuru kümmert sich um die Abhängigkeiten zu anderen Projekten. Entwickler verwalten die Anwendungen über ein Kommandozeilenwerkzeug. Zur Erweiterungen gibt es als Services bezeichnete wohldefinierte APIs, die Funktionen bereitstellen wie die Anbindung an Redis, MongoDB und MySQL.

Die Kommunikation mit der Plattform erfolgt über einen in Go geschriebenen RESTful API-Server. Für das Queueing und Caching setzt die Plattform auf Redis, und die Datenbankkomponente ist ein MongoDB-Server. Laut der Übersicht skaliert die Plattform durch einfaches Hinzufügen weiterer Einheiten, deren Einbindung Tsuru automatisch erledigt. Zum Bereitstellen einer hohen Verfügbarkeit existieren spezielle Werkzeuge.

Weitere Details zur Plattform finden sich in der Dokumentation. Alle Neuerungen der Version 1.0.0 sind im Blog-Beitrag zum Release aufgeführt. Tsuru ist im Quellcode auf GitHub verfügbar. (rme)