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PartiQL: Amazon baut eine eigene SQL-kompatible Abfragesprache

Selbst ist das Amazon-Team: Die hauseigene Abfragesprache PartiQL soll durch die Fragementierung von Daten entstandene Schwierigkeiten lösen.

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(Bild: dpa, Ina Fassbender)

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Eigenbau aus dem Hause Amazon: Mit PartiQL hat das Unternehmen eine eigene Datenbankabfragesprache vorgestellt. Sie soll mit SQL kompatibel sein und vorrangig Probleme der Datenfragementierung bei großen Datenmengen angehen. Systeme, die die neue Sprache unterstützen, sollen damit Daten unabhängig von Format und Speicherort abfragen können – egal ob strukturierte Daten aus relationalen Datenbanken oder semistrukturierte und verschachtelte Daten in offenen Datenformaten. PartiQL ist Open Source.

In einem Blogbeitrag geht Amazon auf die Hintergründe der Entwicklung der Sprache ein. Wie so häufig entstand sie vorrangig aufgrund interner Anforderungen. Die Firma müsse mit einer enormen Zahl an Daten in den unterschiedlichsten Ausführungen umgehen können. Deshalb habe man sich zum Ziel gesetzt, eine Sprache zu entwickeln, die eine SQL-Kompatibilität bietet, verschachtelte und semistrukturierte Verarbeitung mit minimalen Erweiterungen erreicht, verschachtelte Daten ebenso handhaben kann, optionale Schemata erlaubt und unabhängig von physikalischen Formaten und Datenspeichern ist.

PartiQL ist bereits bei den Amazon-Diensten Amazon S3 Select, Glacier Select, Redshift Spectrum, Quantum Ledger Database und einigen internen Systemen seit rund einem Jahr im Einsatz. Weitere Dienste sollen in den nächsten Monaten folgen. Couchbase hat für sein Produkt Couchbase Server ebenfalls eine Integration angekündigt. Auch wenn die Sprache selbst wohl als stabil betrachtet werden kann, soll die öffentliche API in naher Zukunft größere Änderungen erhalten, weshalb Amazon sie insgesamt noch als Preview-Version betrachtet.

Wer sich mit den Details von PartiQL auseinandersetzen möchte, wird auf der offiziellen Website der Sprache fündig. Eine in Kotlin verfasste Referenzimplementierung steht ebenfalls zur Verfügung. Darüber hinaus bietet Amazon ein eigenes Tutorial für PartiQL an. (bbo)