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PhysX wird Open Source

Die Physik-Engine gibt Nvidia vor allem für den Einsatz jenseits der traditionellen Klientel der Spieleentwickler frei.

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PhysX wird Open Source

(Bild: Shutterstock)

Nvidia hat die Physik-Engine PhysX als Open-Source-Projekt freigegeben. Damit steht sie allen Interessierten ohne Einschränkungen offen. Bisher hatten Entwickler lediglich Zugang auf den Teil der Engine, der sich auf die Berechnung der Physikeffekte mit CPUs konzentrierte, während ihnen der Zugang zu dem auf CUDA aufsetzenden Part zur Nutzung der GPU versperrt blieb.

Nun ist die komplette Physik-Engine quelloffen auf GitHub verfügbar und auch die bisher erforderliche vorherige Registrierung entfällt. Als Grund für die Offenlegung nennt Nvidia vor allem, dass die Physiksimulation in Bereichen jenseits des klassischen Einsatzbereichs in Spielen eine wachsende Rolle spiele: Sie sei unter anderem verzahnt mit Robotik, künstlicher Intelligenz, selbstfahrenden Autos und High-Performance Computing.

Beispiel für eine Physiksimulation mit zahlreichen Objekten.

(Bild: Nvidia)

Nvidia hatte die Physik-Engine ursprünglich nicht selbst entwickelt, sondern die Technik mit dem Kauf des Physikspezialisten Ageia vor zehn Jahren übernommen. Das nun quelloffene PhysX-SDK läuft unter Windows, Linux, macOS, iOS und Android. Spieleentwickler finden PhysX seit geraumer Zeit in Unity3D und der Unreal Engine integriert.

Derzeit ist das SDK in Version 3.4 verfügbar, aber Nvidia hat im Rahmen der Open-Source-Ankündigung ein Video veröffentlicht, das eine Vorschau auf das für den 20. Dezember geplante Release von PhysX 4.0 gibt. Interessierte können sich für die PhysX-4.0-Mailingliste registrieren.

Das Video zeigt die Unterschiede zwischen dem aktuellen PhysX 3.4 und der für Ende Dezember geplanten Version 4.0. – Quelle: NvidiaGameWorks

Weitere Details lassen sich dem Nvidia-Blog entnehmen. PhysX steht Entwickler unter der 3-Klausel-BSD-Lizenz als Open-Source-Projekt zur Verfügung. (rme)