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Pivotal verspricht bessere .NET Microservices mit Steeltoe 2.1

Entwickler sollen mit Hilfe des Tools Steeltoe, das nun in der Version 2.1 bereitsteht, ihre Cloud-Apps auf Cloud-Foundry einfacher und besser bauen können.

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Pivotal verspricht: Bessere .NET Microservices mit Steeltoe 2.1

Dave Tillman, der als leitender Entwickler das Open-Source-Projekt Steeltoe bei Pivotal verantwortet, hat die Verfügbarkeit der Version 2.1 des Tools bekanntgegeben. Das Projekt bietet .NET-Entwicklern eine Plattform, mit deren Hilfe sie Cloud-Native Microservices programmieren können. Tillman betont ausdrücklich, dass alle neuen Features in Steeltoe 2.1 auf Feedback beruhen, das aus der Community gekommen ist.

Wie der Pivotal-Entwickler in einem ausführlichen Blogeintrag berichtet, sind ein Großteil der Neuerungen und Verbesserungen in den drei Bereichen Management & Monitoring (M&M), ASP.NET 4.x und .NET Core & ASP.NET Core 2.1 zu finden.

Bereits in der Version 2.0 von Steeltoe hatten die Entwickler im Bereich M&M ein Subset von Management-Endpunkten integriert, die mit Spring Boot Actuator-Endpunkten kompatibel sind. Dazu gehören beispielsweise /info, /health, /trace, /thread und /dump. Dadurch ist es den Nutzern möglich, sowohl Java- als auch .NET-Apps einheitlich zu überwachen und zu verwalten. In der nun aktuellen Version 2.1 hat das Pivotal-Team zusätzliche Tools und Frameworks ergänzt, mit denen die Beobachtbarkeit von .NET-Anwendungen deutlich verbessert wurde. Alle diese Tools stehen als Open Source bereit und sind über verschiedene Sprachen und Frameworks hinweg kompatibel. Dazu gehören dann auch Java/Spring und .NET. Weiterhin kamen etliche Spring Boot-kompatible Endpunkte hinzu.

Eine weitere Neuheit sind sogenannte "Out-of-the-box Health Contributors". Zwar stand den Entwicklern /health als Endpunkt schon in der Version 2.0 zur Verfügung und die Macher hinter Steeltoe gaben ihnen ein eingeschränktes Set dieser "Out-of-the-box" Contributors mit, die ein Teil des Paketes Steeltoe Connectors sind. Sie erleichtern grundsätzlich den Prozess, eine Verbindung mit den Diensten auf Cloud Foundry aufzubauen und diese dann auch zu nutzen. Nun stehen jedoch weitere dieser Contributor bereit, die es den Programmierern erlauben sollen, einen Connector zu nutzen und leicht auf den entsprechenden Health Contributor zuzugreifen.

Als die Entwickler um Dave Tillman vor mehr als zwei Jahren das Steeltoe-Projekt starteten, fällten sie die Entscheidung, sich auf die Unterstützung von .NET Core und ASP.NET Core zu konzentrieren. In der Version 2.0 haben sie nach eigenen Aussagen erste Schritte unternommen, um einen besseren Support für ASP.NET 4.x durch die Verfügbarkeit des Config Servers, des Eureka Servers und passenden Connectoren anzubieten. Mit der Version 2.1 ist es für die Entwickler nun möglich, die M&M-Endpunkte in 4.x-Anwendungen zu verwenden. Zudem wurden umfangreiche Verbesserungen im Hinblick auf die Sicherheit integriert.

Schließlich steht nun auch die Unterstützung von .NET 2.1 und ASP.NET Core 2.1 zur Verfügung. Ein weiteres Feature, das direkt auf Core 2.1 aufsetzt, ist die Unterstützung der neuen HttpClientFactory. Dazu haben die Steeltoe-Entwickler einen neuen DelegatingHandler bei der Version 2.1 hinzugefügt, der in Zusammenspiel mit einem Http-Client-Service Discovery Lookups und Load Balancing ausführen kann. Im Blogeintrag zu Steeltoe 2.1 finden interessierte Entwickler ausführliche Beschreibungen dieser und weiterer Neuerungen in detaillierter Form. (fms)