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Platfom as a Service: IBM veröffentlicht BlueMix

Die Platform as a Service von IBM ist nun im Internet verfügbar. Mit der Cloud Foundry nutzenden Umgebung sollen sich mobile und Webanwendungen schnell und kostengünstig entwickeln und automatisiert in der Softlayer-Cloud betreiben lassen.

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BlueMix-Oberfläche mit allen verfügbaren Bausteinen.

Mit BlueMix hat IBM eine Umgebung geschaffen, in der sich mobile und Cloud-Anwendungen schnell aus Bausteinen zusammensetzen, mit Code-Schnipseln individualisieren, automatisiert testen sowie auf Knopfdruck installieren und aus der Cloud betrieben lassen. Über das Deployment-Produkt UrbanCode ist zudem eine auf Basis von Patterns automatisierte Installation von Legacy-Anwendungen für deren Integration mit Cloud-Anwendungen möglich.

Neben den auf der Innovate 2014 Anfang Juni noch während der Beta-Phase angekündigten Services enthält der nun veröffentlichte Entwicklungsstatus von BlueMix mit Workflow und RapidApps zwei neue Bausteine zur Anwendungsentwicklung und weitere neue Dienste. Dazu zählen der Messaging-Service MQ Light und Gamification-Dienste zum Locken von Anwendungsnutzern. Weitere Neuerungen sind zusätzliche Sicherheits-Dienste und Services für den Einstieg in das Internet der Dinge. Außerdem bietet BlueMix nun auch erste Dienste von Drittanbietern, wie ein sicheres Datenmanagement in der Cloud von Redis oder von Sonian Big-Data-Dienste zum Beispiel für die Analyse des E-Mail-Verkehrs.

Das Preismodell von BlueMix orientiert sich nach den Diensten, wobei allerdings 16 der angebotenen 20 Services kostenfrei sind – zumeist die entwicklungsbezogenen Werkzeuge. CPU- und speicherintensive Dienste werden verbrauchs- beziehungsweise transaktionsorientiert bepreist, unterstützende Dienste mit monatlichen Flatrates je nach gebuchter Nutzungsintensität. Im einfachsten Fall wird der Anwendungsbetrieb über die Kombination von Speicherverbrauch und Rechenzeit in GByte pro Stunde abgerechnet, wobei 375 GByte/s pro Monat frei sind und jede weitere GByte/s 0,07 US-Dollar kostet. Damit fallen für eine BlueMix-Anwendung minimal 24,15 US-Dollar pro Monat an. Je nach Architektur der Anwendung können weitere Kosten zum Beispiel für Daten-Management-Services hinzukommen.

Für den Herbst ist die Erweiterbarkeit der BlueMix-Umgebung um von Anwendern geschaffene Services in Aussicht gestellt. Damit ermöglicht es IBM Drittanbietern, branchen- und industriespezifische Dienste aus der Cloud anzubieten und diese zu kundenindividuellen Angeboten zu konfigurieren. IBM will damit BlueMix als Ökosystem von wechselseitigen Dienstanbietern und -konsumenten etablieren. (Michael P. Wagner) / (ane)