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Platform as a Service: DevOps-Integration mit BlueMix schreitet voran

Auf IBMs hauseigener Rational-Messe, die diese Woche in Orlando stattfindet, dreht sich alles um die auf Cloud Foundry basierende "Platform as a Service" BlueMix, Continuous Delivery und DevOps.

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IBM hat auf der Rational-Konferenz Innovate 2014 in Orlando eine Reihe von Erweiterungen für seine BlueMix-Plattform vorgestellt. Obwohl das Angebot noch im Beta-Stadium ist, gibt es einige positive Erfahrungsberichte ausgewählter IBM-Kunden, die von erheblichen Einsparungen bei der Entwicklung mobiler Anwendungen berichten. Laut IBM ist alles zum Monatsende allgemein verfügbar.

IBMs BlueMix ist ein PaaS-Angebot (Platform as a Service), das mit Tools, Sprachen und Application-Services auf der offenen PaaS Cloud Foundry aufsetzt. Cloud Foundry wurde einst vom im VMware-Spinoff Pivotal aufgegangenen SpringSource entwickelt und wird jetzt von einem eigenen Gremium kontrolliert. Es läuft auf Amazon Web Services, und bei IBM gibt es eine Version zum Download für den Aufbau einer internen Cloud. Für BlueMix hat IBM seine Cloud-Foundry-Version auf der eigenen IaaS-Platform (Infrastructure as a Service) Softlayer implementiert.

Entwicklungszyklen von sechs bis zwölf Monaten sind laut Kristof Kloeckner, General Manager bei IBM Rational, trotz Continuous Delivery und DevOps die Norm.

BlueMix bietet Entwicklungs- und Runtime-Unterstützung für verschiedene Bereiche an. Zur Auswahl stehen unter anderem die gewünschte Runtime-Umgebung, je nachdem ob es sich um eine Mobile-Anwendung oder um Daten-Management, inklusive Big Data, handelt. Laut IBM lassen mit diesen Entwicklungs-Templates mobile Anwendungen in kürzester Zeit erstellen. So berichtet der kalifornische Nahverkehrsbetreiber BART, dass er damit die Entwicklung einer mobilen Anwendung für den Wartungsbetrieb von sechs Monaten auf 15 Tage verkürzen konnte. Für die Runtime-Unterstützung stehen verschiedene APIs zur Verfügung.

Für BlueMix präsentierte IBM auf der Innovate drei Erweiterungen: AppScan, Embeddable Reporting und Continuous Delivery Pipeline. AppScan dient der Verbesserung der Sicherheit neuer Anwendungen mittels Rapid-Testing in unterschiedlichen Umgebungen. Beim Embeddable Reporting geht es darum, dass man schon bei der Entwicklung eine Reihe an Analytics einfügen kann, die vom ersten Moment des Provisioning an aktiv sind und damit auf eine native Art Big Data in nützliche Informationen umwandeln. Die Continuous Delivery Pipeline bietet die Möglichkeit mehrere Release-Stände parallel zu verwalten und neue Releases nur für bestimmte User-Gruppen oder Geräte freizugeben.

Laut Kloeckner stößt DevOps auf zunehmendes Interesse der Line-of-Business-Manager.

IBM meint, dass das DevOps-Angebot für BlueMix derzeit schon so stabil ist, dass man alles noch in diesem Monat allgemein verfügbar machen könne. "DevOps hat das richtige Momentum erreicht, die Integration mit BlueMix war sehr erfolgreich, und die Plattform ist inzwischen robust genug für eine baldige Freigabe", sagte Rational-Chef Kristof Kloeckner. Allerdings wollte er noch keine Angaben zum Preis machen. Der dürfte aber nicht unwichtig sein, denn IBM konkurriert mit seinem neuen PaaS-Angebot mit Force.com und Heroku von Salesforce, aber vor allem mit Microsofts Azure-Plattform. Kloeckner sieht diese Konkurrenz nicht besonders bedrohlich. "Wir adressieren vor allem die Großunternehmen, die beispielsweise auch noch Mainframes und alte Anwendungssoftware mit einbeziehen müssen", lautet sein Hinweis auf IBMs Positionierung.

Außer den Erweiterungen bei BlueMix gab es auch noch zwei Neuankündigungen. So ist der Rational Requirements Composer in Rational DOORS Next Generation (RDNG) aufgegangen. Das heißt, ab Release 5.0 gibt es keinen Rational Requirements Composer mehr, da beide Produkte inzwischen deckungsgleich sind. Auch beim Rational Collaborative Lifecycle Management gab es Neues: CLM 5.0 ist ab sofort freigegeben. Darin ist eine Reihe an neuen Features und Verbesserungen enthalten, die die Bereiche DevOps und Agile, Development Intelligence und Einfachheit der Nutzung betreffen. Auch hier geht es vor allem um DevOps und eine Verbesserung des zugehörigen Workflows. (Harald Weiss) / (ane)