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Plattformübergreifende Benutzer-Interfaces: Kirigami UI 2 setzt auf Qt Quick Controls 2

Das von den KDE-Entwicklern herausgegebene Framework baut in der nun als Beta erschienen Version 2.0 auf Qt Quick Controls 2. Auf Android bringt es zudem Googles Material Design.

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Im März 2015 haben die KDE-Entwickler mit Kirigami UI ein Framework zur plattformübergreifenden Entwicklung von Benutzerinterfaces veröffentlicht, das besonders für Mobilgeräte ausgelegt ist. Nun ist die erste Beta des Nachfolgers Kirigami UI 2 erschienen. Die wesentliche Änderung ist der Wechsel der zugrunde liegenden Qt Quick Controls (QQC) von Version 1.0 auf 2.0. Letztere bringt mehr Komponenten mit, wodurch Kirigami selbst schlanker werden soll. Das Framework bleibt nah an der API von QQC 2, um sie möglichst nahtlos erweitern zu können.

Neben den üblichen Optimierungen hinsichtlich Stabilität und Performance bringt Kirigami UI 2 eine verbesserte Tastaturnavigation für Desktopanwendungen. Auf Android verwendet es das von Google vorangetriebene Material Design.

Kirigami UI ist nach der japanischen Papierfalttechnik benannt, die Origami um Einschnitte erweitert. Laut den Machern ist es mehr als eine Komponentensammlung und folgt passend zum Namen der Philosophie einer schlanken Nutzerschnittstelle für mobile Endgeräte. Die Navigation soll sich wie das Blättern durch Papierschichten anfühlen. Kirigami zielt vor allem auf mobile Endgeräte mit Android und dem vom KDE-Team entwickelten Plasma Mobile, aber auch auf Desktop-Anwendungen.

Weitere Details stehen im KDE-Blog. Kirigiami 2 benötigt Qt 5.7 und besitzt derzeit Betastatus. Obwohl der Umstieg reibungslos sein soll, wird das Team die erste Hauptversion zunächst weiter pflegen, zumal Qt 5.7 noch nicht für alle Linux-Distributionen verfügbar ist. (rme)