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Play Store: Google überarbeitet Richtlinien für Android-Entwickler

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Google versucht mit neu überarbeiteten Richtlinien bei seinem App-Store dem Sachverhalt entgegenzusteuern, dass sich dort im Vergleich zur Konkurrenz von Apple und Microsoft deutlich mehr unsichere und unzuverlässige Apps finden lassen. Die Play-Programmrichtlinien für Entwickler umfassen neue oder eindeutiger formulierte Regeln zur Gefahrenabwehr und zu App-Berechtigungen sowie neue Vorgaben zur Platzierung von Werbeinhalten.

Google weist ausdrücklich darauf hin, dass es nicht mehr erlaubt sei, Apps mit delikaten Inhalten wie sexuell anzügliches Material oder gewaltverherrlichendem Content (Mobbing, Hassreden) im Play-Store zur Verfügung zu stellen. Google will zusätzlich keine Apps zulassen, die gegen den Schutz geistigen Eigentums, die unbefugte Veröffentlichung oder Offenlegung privater und vertraulicher personenbezogener Daten oder alle geltenden Gesetze verstoßen. Unerwünscht sind darüber hinaus Inhalte oder Dienste, die Online-Glücksspiele unterstützen, und natürlich Produkte, die beispielsweise Viren, Würmer, Fehler, Trojaner, Malware oder andere Elemente einem Sicherheitsrisiko enthalten.

Google erlaubt keine Inhalte mehr, die in irgendeiner Form den Nutzer durch Störung oder Einschränkung typischer Android-Operationen beeinträchtigen. Außerdem darf keine von Google Play geladene App oder mit ihr verbundene Komponenten wie In-App-Käufe, Widgets und dergleichen Änderungen am Gerät des Anwenders ohne dessen Wissen oder Zustimmung vornehmen. Eine weitere Einschränkung ist, dass sich fortan nur noch nach der Einverständniserklärung des Nutzers Verknüpfungen auf dem Homescreen erstellen lassen.

App-Anbieter haben nun 30 Tage Zeit, ihre Programme an die neuen Richtlinien anzupassen. Apps, die danach noch gegen die Regeln verstoßen, will Google aus dem Play-Store entfernen. Weitere Auflagen finden Entwickler in Googles "Content Policy". (ane)