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Programmiersprache: AWS will zum Förderer von Rust werden

AWS outet sich als Nutzer der Programmiersprache Rust und will nun der Community was zurückgeben.

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AWS will offenbar die Programmiersprache Rust unterstützen. Die Unterstützung gestaltet sich so, dass das Cloud-Unternehmen Open-Source-Projekten aus dem Rust-Umfeld sogenannte kostenlose Credit Points anbietet. Als Begründung für den Schritt bringt Amazon ins Spiel, dass man bei vielen Diensten die von der Mozilla Foundation initiierte Sprache bereits nutzt. Genannt werden hier beispielsweise AWS Lambda, EC2 und S3.

Der Cloud-Riese reiht sich hier in die Phalanx weiterer großer Konzerne wie Google (Fuchsia) und Microsoft ein, die die Programmiersprache einsetzen und vorrangig wegen ihrer Safety-Konzepte schätzen. Auch führt AWS in der Ankündigung Rust-basierte Tools wie Serde, Rayon, Tokio/async-std und tracing ins Feld, die mit dazu beitragen, dass die Programmiersprache wiederholt bei Umfragen wie der von Stack Overflow in der Gunst der Entwickler weit oben steht.

Das Rust-Projekt nutzt wiederum AWS-Dienste, um Release-Artefakte wie Compiler, Bibliotheken, Tools und Quellcode auf S3 zu speichern, Regressionstests mit Crater auf EC2 durchzuführen und docs.rs zu betreiben, eine Website, die die Dokumentation für alle Pakete hostet, die in der zentralen crates.io-Paketregistrierung veröffentlicht wurden.

Um Rust auf der AWS-Plattform zu nutzen, empfiehlt AWS, Rusoto zu verwenden, ein Open-Source-SDK für die Cloud-Umgebung. Für den Einsatz von Lambda-Funktionen wird auf die offizielle AWS-Lambda-Laufzeitumgebung für Rust hingewiesen.

Rust gehört zu den noch jungen Programmiersprachen, denen allenthalben eine vielversprechende Zukunft bescheinigt wird. Die bei Mozilla entstandene Sprache wird mittlerweile nicht mehr nur beim Browserexperten eingesetzt, und bei der weltweit größten Umfrage unter Entwicklern lag Rust dieses Jahr in der Gunst der Teilnehmer weit vorne.

Trotz syntaktischer Ähnlichkeiten mit C beziehungsweise C++ gibt es semantische Unterschiede. Rust verwendet auch funktionale Ansätze und besitzt wie Googles Go von Haus aus Konzepte zur nebenläufigen Programmierung. Außerdem soll die Programmiersprache mehr Sicherheit als beispielsweise C++ bieten, indem sie Programmierfehler, die zu Schwachstellen durch Speicherzugriffsfehler und Pufferüberläufe führen durch ein eigenes Typsystem vermeiden will.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)