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Programmiersprache Dart: Strong Mode soll Standard werden

Der bisher als Opt-in verfügbare Modus verhindert zur Laufzeit auftretende Typfehler bereits beim Kompilieren. Mit dem dreistufigen Übergang geht der Wechsel von Dartium zur Kompilierung nach JavaScript einher.

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Programmiersprache Dart: Strong Mode soll Standard werden

Das Dart-Team hat in einem Blogbeitrag angekündigt, dass Dart mittelfristig standardmäßig den Strong Mode verwenden soll. Durch das damit verbundene solide Typsystem soll der JavaScript-Herausforder aus dem Hause Google eine bessere Typsicherheit liefern. Eine statische Analyse verhindert viele zur Laufzeit auftretende Typfehler. Die Core Libraries von Dart sind seit der im Spätsommer 2016 erschienen Version 1.19 zum Strong Mode konform.

Die Analyse erkennt, dass der Code versucht, ein String-Element einer int-Variable zuzuweisen.

(Bild: Google)

Durch den Umstieg soll der Compiler dartdevc (DDC), der Dart-Programme in JavaScript gemäß dem ECMAScript-6-Standard übersetzt, zum Standardwerkzeug werden. Er ist seit der Mitte Juni erschienenen Version 1.24 Bestandteil des Dart SDK. Damit wird die spezielle Chromium-Variante Dartium hinfällig, die Dart-Programme dank einer integrierten VM (Virtual Machine) direkt verarbeitet. Allerdings empfiehlt das Team für die fertige Anwendung nach wie vor den Einsatz von dart2js, der schlankeren Code erzeugt, während DDC für schnelle Refreshes und einfaches Debugging optimiert ist.

Der Übergang soll in drei Phasen erfolgen und zu Version 2.0 führen. In der derzeitigen Startphase gilt ein Opt-in für den Strong Mode, während Dartium mit dem klassischen Modus als Standard gesetzt ist. In der Übergangsphase wird die Kombination aus DDC und Strong Mode zum Standard, Dartium aber weiterhin optional verfügbar sein. Zum Abschluss in 2.0 wird es nur noch den Strong Mode geben und Dartium im klassischen Mode entfallen.

Der Übergang soll sanft erfolgen, aber letztlich wird Dartium hinfällig.

(Bild: Google)

Weitere Details lassen sich dem Blogbeitrag entnehmen. Das Changelog zu Dart 1.24 enthält zudem Hinweise zu den Änderungen in der Toolchain. Google stellte Dart erstmals 2011 als Alternative zu JavaScript vor und gestaltet es weitgehend mit. Der Suchmaschinenanbieter setzt es selbst ein und hat beispielsweise das Frontend für AdWords Anfang 2016 in Dart umgesetzt. Als Vorzüge gegenüber JavaScript preisen die Macher unter anderem die bessere Lesbarkeit des Quellcodes. (rme)