Programmiersprache Groovy soll bei Apache Foundation unterkommen

Nach einigen Diskussionen plant das Team hinter der Programmiersprache nun, Groovy der Apache Software Foundation zu unterstellen.

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Von
  • Julia Schmidt

Um zu demonstrieren, dass Groovy trotz des Rückzugs von Pivotal aus dem Projekt weiter bestehen wird, hatte das Team hinter der JVM-Sprache angeregt, sie einer Stiftung zu unterstellen. Projektmanager Guillaume Laforge gab nun bekannt, dass die Wahl auf die Apache Software Foundation gefallen sei und man demnächst einen Vorschlag für den Incubator der ASF einreichen wolle. Im "Brutkasten" müssen Softwareprojekte beweisen, dass ihre Entwicklung gemäß den Prinzipien der Open-Source-Organisation geschieht.

Es habe wohl sowohl on- als auch offline viele Gespräche mit Vertretern der in Frage kommenden Organisationen, Nutzern und Committern gegeben. Im Gegensatz zu den ebenfalls diskutierten Optionen Eclipse Foundation und Software Conservancy Foundation soll die ASF am ehesten den gegebenen Einschränkungen und der Grundhaltung des Projekts entsprechen. Wichtig sei etwa, dass sie Infrastruktur bereitstellt und den Support alter Groovy-Versionen wahrscheinlich nicht gefährden.

Anfang des Jahres hatte der bisherige Sponsor Pivotal angekündigt, sich zum April 2015 aus dem Projekt verabschieden zu wollen. Bisher hatte das Unternehmen drei Vollzeitstellen für die Weiterentwicklung und Instandhaltung der Sprache bezahlt. Laforge beispielsweise fängt als Konsequenz beim Toolhersteller Restlet an und wird in Zukunft wohl weniger Zeit in die Sprache investieren können. Ein weiteres Problem stellt die bevorstehende Abschaltung von Codehaus dar, die einen Wegfall der Groovy-Infrastruktur bedeutet und einen Umzug des Projekts nötig macht. Eine Foundation soll sicherstellen, dass Groovy trotz dieser Änderungen ein ernstzunehmendes Projekt des JVM-Ökosystems bleibt. (jul)