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Programmiersprache: Pharo 7.0 tauscht zahlreiche Komponenten aus

Neuer Launcher, neuer Browser, neues CMS: Das ist nur eine kleine Auswahl der Features, die die Smalltalk-Implementierung Pharo in Version 7.0 im Gepäck hat.

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Programmiersprache: Pharo 7.0 tauscht zahlreiche Komponenten aus

Rund 1,5 Jahre nach der letzten Hauptversion ist die quelloffene Smalltalk-Implementierung Pharo in Version 7.0 erschienen. Das Release bietet eine neue Version des PharoLauncher, dem Werkzeug mit dem Entwickler Distributionen verwalten können. Darüber hinaus verfügt Pharo 7.0 über einen geänderten Build-Prozess, und der Git-Client Iceberg ist standardmäßig zum Content-Management-System (CMS) für Pharo geworden.

Dem Blogbeitrag zum Release nach haben die Pharo-Entwickler den Build-Prozess so überarbeitet, dass er einen vollständigen Bootstrap von Quellen aus ermöglicht. Das soll die Produktion spezifischer Mikro-Images ermöglichen. Außerdem ist die Pharo-Entwicklung damit vollständig nach GitHub umgezogen, wovon sich das Team eine größere Sichtbarkeit und mehr Kontributionen erhofft. Darüber hinaus liegt die bereits in Pharo 6.0 eingeführte 64-Bit-Version nun auch als Preview für Windows-Nutzer vor.

Wer sich als Entwickler im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) aufhält, kann mit PharoThings auf eine Reihe neuer Tools für IoT-Projekte zurückgreifen, die speziell auf kleinere Geräte zugeschnitten sind. Passend dazu ist Calypso, ein Teil von PharoThings, der neue Systembrowser für Pharo geworden. Er ersetzt den bisherigen Nautilus-Browser und soll neben besseren Browsing-Fähigkeiten auch Funktionen für verteiltes Arbeiten mitbringen.

Insgesamt haben wohl rund 75 Mitglieder der Pharo-Community 2142 Issues seit der letzten Version abgearbeitet. Eine vollständige Liste der Änderungen findet sich im ChangeLog auf GitHub. Wer Pharo ausprobieren möchte, kann den Pharo-Launcher auf der Website herunterladen. (bbo)