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Programmiersprache: Rust-Bibliotheken sollen besser werden

Das Library-Team von Rust hat sich für 2017 vorgenommen, zentrale Pakete und die Dokumentation im Allgemeinen zu verbessern. Nun hat es seine Schritte offengelegt und lädt die Community zur Mitarbeit ein.

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Das für Bibliotheken zuständige Team der Programmiersprache Rust hat seine Pläne zur Verbesserung des Rust-Crate-Ökosystems vorgestellt. Crates sind in etwa das, was in anderen Sprachen als Pakete bezeichnet wird. Im Laufe des Jahres ist geplant, in Zusammenarbeit mit ihren Schöpfern diejenigen zu stabilisieren, die zentralen Rust-Bibliotheken wichtige Funktionen liefern. Das Team will sich bei den Arbeiten auf "die unteren Schichten des Rust-Stack" beschränken, um komplexeren Bibliotheken eine stabile Grundlage bieten zu können. Bisher hat es sich testweise etwa byteorder und tempdir angenommen, jetzt soll jedoch die Community in den Prozess einbezogen werden.

Grundlegend will das Team nach und nach wichtige Crates öffentlich im Forum evaluieren und so herausfinden, was sie vom 1.0-Status trennt. Alle zwei Wochen soll es dann eine Videokonferenz geben, die eine der besprochenen Crates thematisiert und deren Ziel es ist, eine Roadmap für die Weiterentwicklung zu erstellen sowie im Verlauf erlangte Erkenntnisse in allgemeingültigen API-Guidelines festzuhalten. Bei der Umsetzung der Roadmap-Punkte soll die Gemeinschaft behilflich sein, damit nicht alle Last beim Maintainer liegt.

Um die Dokumentation zu verbessern, soll ein Rust Cookbook mit Codebeispielen entstehen, in dem unter anderem zentrale Aufgaben der Crates festgehalten sind. Das Cookbook soll darüber hinaus die Auffindbarkeit der Pakete verbessern, wobei auch geplant ist, auf crates.io Badges als Qualitätsindikatoren für sie einzuführen.

Bis zum 12. Juni 2017 läuft eine Umfrage zum Stand der Dinge bei Rust. Nutzer, aber auch diejenigen, die die Sprache nicht verwenden, sind dazu aufgerufen, ihre Meinung kundzutun um die Weiterentwicklung mitzubestimmen. Mozilla hatte 2015 eine erste stabile Rust-Version veröffentlicht. Sie ist an C angelehnt und ihre Entwickler legten vor allem auf Sicherheit und Nebenläufigkeit wert. Derzeit findet Rust etwa in Firefox, OpenDNS und Mozillas Layout-Engine Servo Verwendung. (jul)