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Programmiersprache Rust: Das sind die Pläne für 2019

Nach dem Umstieg auf Rust 2018 im Vorjahr stehen 2019 vor allem Feinschliff und die bessere Koordination der Arbeitsgruppen auf dem Programm.

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Die Macher der Programmiersprache Rust haben die Pläne für 2019 in ihrer traditionell im Frühjahr jedes Jahres veröffentlichten Roadmap vorgestellt. Nachdem letztes Jahr mit Rust 2018 eine frische Edition der Programmiersprache erschienen war, stellen die Sprachentwickler 2019 unter das Motto Reife. Dazu gehören die bessere Kontrolle über die Projektstruktur, das Abschließen offener Baustellen sowie Feinschliff für die Sprache und die zugehörigen Werkzeuge.

Das Rust-Team ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen: Gestartet mit einem acht Personen starken Kernteam, hat es heute über 100 Mitglieder. Hinzu kommt, das jenseits der Teams die Rust-Community einen enormen Zuwachs erfahren hat: Die Zahl der Kontributoren liegt über 5000. Um die Kontrolle über die Unterprojekte und deren Zusammenspiel nicht zu verlieren, gibt es seit März eine Governance Working Group, die mit den einzelnen Teams zusammenarbeiten und mit ihnen die Weiterarbeit optimieren möchte.

Einige Projekte stehen wohl kurz vor dem Abschluss, aber es fehlt noch der letzte Schub, oder Komplikationen verhindern den Abschluss. Die störenden Probleme zu beseitigen, um die Unterprojekte fertigzustellen, gehört zu den Prioritäten für 2019. Die offenen Baustellen sind auf viele Bereiche verteilt: Das Team für die Programmiersprache möchte unter anderem das seit längerem geplante Async/Await-Pattern und const Generics implementieren, bei den Bibliotheken stehen Custom Allocators kurz vor dem Abschluss.

Des Cargo-Teams hat bereit mit dem Mitte April erschienen Rust 1.34 ein für 2019 erklärtes Ziel erreicht, indem es andere Registries als crates.io erlaubt. Darüber hinaus sollen Plug-ins für anpassbare Befehle das Cargo-Ökosystem verbessern und ein Offline-Mode kommen.

Andere Bereiche funktionieren zwar, könnten aber aus Sicht der Rust-Macher etwas Feinschliff vertragen. Unter anderem will das Compiler-Team die Kompilierzeit und die Anbindung an Entwicklungsumgebungen verbessern. Zu Ersterem gehört auch die Parallelisierung des rustc-Compilers. Außerdem steht eine verbesserte Dokumentation und Organisation auf der Aufgabenliste.

Für die Embedded-Arbeitsgruppe steht vor allem die erhöhte Produktivität auf dem Programm. Dazu gehört ein reiferes Ökosystem und das Flicken von Löchern und Bugs in der Toolchain. Bei der Überarbeitung der Dokumentation stehen vor allem die API-Design-Patterns und die Coding-Richtlinien im Vordergrund.

Weitere Details zu den Zielen für 2019 lassen sich dem Rust-Blog entnehmen. Eine detaillierte Übersicht zu den Aufgaben der einzelnen Arbeitsgruppen findet sich auf GitHub. (rme)