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Programmiersprachen: Erlang/OTP 18.3 veröffentlicht

Für die aktuelle Version der einstmals für Telekommunikationsanwendungen erdachten Sprache haben die Entwickler den Schwerpunkt ihrer Arbeiten auf Sicherheitsaspekte und Fehlerkorrekturen gelegt.

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Programmiersprachen: Erlang/OTP 18.3 veröffentlicht

Die Entwickler der Programmiersprache Erlang und der zugehörigen Open Telecom Platform haben Version 18.3 des Systems veröffentlicht. Sie kann vor allem mit einer langen Liste von Fehlerkorrekturen aufwarten, allerdings haben auch neue Features wie die Option eines Validierungs-Callback für Heart-Prozesse Einzug in Erlang/OTP gehalten. Mit ihm lässt sich vor dem Aussenden eines Heartbeats prüfen, ob etwa der Scheduler ansprechbar ist.

In den Komponenten erts, kernel und stdlib hat das Team die Optionen monotonic_timestamp und strict_monotonic_timestamp in den Funktionen für Tracing, sequenzielles Tracing und System Profile ergänzt, da die alten Zeitstempeloptionen nicht Time-Warp-sicher sind. In ssl gibt es nach dem Update unter anderem die Möglichkeit, bei ausgehenden TLS-Verbindungen die schon für TCP integrierten zusätzlichen Optionen zu nutzen. Außerdem sollen sich dort durch eine Funktion zum Verifizieren von Signaturen Fehler vermeiden lassen, die etwa beim erneuten Kodieren eines Zertifikats entstehen. Weitere Informationen zu allen Neuerungen, zu denen auch Statistikfunktionen in erts zur schnelleren Informationsabfrage zählen, sind in der Readme-Datei der aktuellen Version zu finden.

Erlang entstand bei Ericsson zur Programmierung von Telefonie-Anwendungen. Die Sprache ist seit etwa 1986 in Entwicklung und seit 1998 quelloffen. Seit der Veröffentlichung von Version 18 im Sommer 2015 steht sie unter der Apache Public License 2.0, zuvor nutzte das Projekte eine eigene Lizenz. Erlang findet unter anderem in der Konfigurationsverwaltungssoftware Chef und der verteilt arbeitenden Datenbank Riak Verwendung. (jul)